Bei Wissenschaftswettbewerb in Japan App aus Papenburg gewinnt Publikumspreis

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Das Gymnasium Papenburg beim Wissenschaftswettbewerb im japanischen Kobe würdig vertreten haben Tim Depping und Lilian Rieke. Foto: Andreas BauerDas Gymnasium Papenburg beim Wissenschaftswettbewerb im japanischen Kobe würdig vertreten haben Tim Depping und Lilian Rieke. Foto: Andreas Bauer

Papenburg. Die am Gymnasium Papenburg entwickelte Gesundheits-App hat bei einem Wissenschaftswettbewerb in Japan den Publikumspreis gewonnen.

Zusammen mit ihrem ehemaligen Lehrer Andreas Bauer waren die Abiturienten Lilian Rieke und Tim Depping in das Land der aufgehenden Sonne gereist. Zurück kam das Trio nicht nur mit der Auszeichnung, sondern auch mit einer Vielzahl von Eindrücken.

Erfolgreich bei „Jugend forscht“

Wie berichtet, durften die Papenburger die Entwicklung ihrer Smartphone-App zur Therapiebegleitung von Multiple-Sklerose-Erkrankten, mit der sie auf mehreren Ebenen beim Wettbewerb „Jugend forscht“ erfolgreich waren, außer Konkurrenz auch in Japan vorstellen. Dafür wurden sie mit einem von insgesamt zwölf vergebenen Publikumspreisen bedacht, berichtet Bauer. Rieke, Depping und er waren Teil einer Delegation des Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC aus insgesamt drei Schulen in Deutschland. Ziel war der Wettbewerb Super Science High School Student Fair (SSF) in der Stadt Kobe. Die Veranstaltung ist vergleichbar mit „Jugend forscht“ und gilt als Japans wichtigster naturwissenschaftlicher Nachwuchswettbewerb. Teilgenommen haben Bauer zufolge rund 4000 japanische und 100 ausländische Schüler, unter anderem aus Indien, Malaysia, Singapur und den USA.

Frei und flüssig vorgetragen

Bauer zeigt sich beeindruckt von der Leistung seiner ehemaligen Schüler. Frei und flüssig hätten sie vor rund 150 Zuhörern die App präsentiert, die helfen soll, anhand verschiedener Tests und Fragebögen den subjektiven Gesundheitszustand von MS-Patienten zu ermitteln. Ziel ist es, die Symptomatik von Multipler Sklerose (MS) zu verfolgen, um Veränderungen festzustellen, um darauf mit Medikamenten reagieren zu können.

„Das haben sie wirklich gut gemacht“, sagt Bauer über die Vortragsleistung. Für Abiturienten sei es keineswegs selbstverständlich, vor beeindruckender Kulisse frei auf Englisch zu sprechen. Der Pädagoge sieht damit ein wichtiges Ziel für die ehemaligen Schüler, aber auch für sich erreicht. „Wir haben für die Schüler etwas getan, das sie wirklich weiterbringt. Genau das ist unser Job am Gymnasium“, sagt Bauer. Dazu gehört nach seinen Worten auch, dass die Schüler in Japan mit vielen Menschen in Kontakt gekommen seien. Insgesamt sei die Veranstaltung sehr gut organisiert gewesen.

Eine aufregende Reise

„Es war eine aufregende Reise. Wir haben viel erlebt“, sagt Bauer über den neuntägigen Trip, der mitunter schweißtreibend war. „38 Grad bei 100 Prozent Luftfeuchtigkeit“, berichtet Bauer. Auf dem Programm abseits des Wettbewerbs standen außer einer traditionellen Teezeremonie und einer Meditation in einem buddhistischen Tempel unter anderem ein Besuch beim deutschen Generalkonsul Werner Köhler in Osaka, des Weltkulturerbes in Himeji (Burgenbau) sowie im Erdbebenmuseum von Kobe. Ein Großteil der Stadt war 1995 durch ein Beben zerstört worden.

Die teilnehmenden Schüler aus Deutschland haben einen Japan-Blog verfasst: https://mintecdelegationjapan.wordpress.com


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