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29.08.2018, 18:32 Uhr RÜCKZUG VON STEFAN FISCHER

Zum Abschied des Krankenhaus-Chef: Einige offene Fragen

Kommentar von Daniel Gonzalez-Tepper

Nach nur zwei Monaten steht beim Marien-Hospital Papenburg Aschendorf bereits wieder ein Geschäftsführer-Wechsel an. Stefan Fischer verlässt das Krankenhaus  zum 31. August. Foto: Nina BrinkmannNach nur zwei Monaten steht beim Marien-Hospital Papenburg Aschendorf bereits wieder ein Geschäftsführer-Wechsel an. Stefan Fischer verlässt das Krankenhaus zum 31. August. Foto: Nina Brinkmann

Papenburg. Der Rückzug von Stefan Fischer als Geschäftsführer des Marien-Hospital Papenburg Aschendorf nach nur zwei Monaten hinterlässt einige offene Fragen. Ein Kommentar.

Einen Arbeitgeber nach nur knapp zwei Monaten wieder zu verlassen ist ein bemerkenswerter Schritt. Er sorgt zwangsläufig beim verlassenen Unternehmen für eine schwierige Situation. Schließlich läuft das Tagesgeschäft weiter, und ein Auswahlverfahren ist nicht mal eben so nebenbei erledigt. Beim Marien-Hospital Papenburg kommt erschwerend hinzu, dass zum „Nebenbei“ die aufwendige Erweiterung des Hauses gehört, die in den kommenden Wochen viel Zeit für die abschließende Planung und dann auch die Bauphase verschlingen wird.

In der Mitteilung zum Weggang von Fischer ist von „guten Argumenten“ die Rede, mit denen das St.-Bernward-Krankenhaus Hildesheim den Geschäftsführer zum Wechsel überzeugt haben wird. Die Frage bleibt: Warum konnte das Marien-Hospital ihm diese „Argumente“ nicht liefern? Fehlte die wirtschaftliche Kraft? Oder war die Perspektive nicht ausreichend?

Fischer muss sich die Frage gefallen lassen, ob dieser Karriereschritt nicht auch in einigen Jahren möglich gewesen wäre. Mit 39 Jahren hat er schließlich noch viele Berufsjahre vor sich. Dem Marien-Hospital jedenfalls hätte er damit einen großen Gefallen getan.


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