Die extrovertierte Haushaltshilfe EZ-Reporterin nimmt am Casting für Grand Voyage Díner in Aschendorf teil

Von Anna Heidtmann

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Den Text gehen Ansgar Ahlers und Anna Heidtmann gemeinsam durch. Foto: Katharina PreuthDen Text gehen Ansgar Ahlers und Anna Heidtmann gemeinsam durch. Foto: Katharina Preuth

Aschendorf. Aschendorf. Vorfreude und Neugier aber auch Herzklopfen und Lampenfieber waren Begleiterscheinungen, die das Komparsen-Casting für das „Grand Voyage Díner“, das vom 14. bis 16. September in Aschendorf auf Gut Altenkamp stattfindet, bei den Teilnehmern ausgelöst hat. Auch EZ-Reporterin Anna Heidtmann ist dem Casting-Aufruf von Papenburg Kultur gefolgt. Und hat die Rolle bekommen.

Gesucht wurden drei Schauspieler: Ein warmherziger Franziskaner Mönch, ein Jungschauspieler und eine extrovertierte Haushaltshilfe. Wenn überhaupt, dann kam nur letztere für mich in Frage. Als langjähriges aktives Mitglied der Theatergruppe Heede verfüge ich über die gewünschte Bühnenerfahrung. Vom Freundeskreis ermutigt, jedoch ohne einen blassen Schimmer, was mich erwartete, entschied ich, zum Castingtermin zu gehen. Je näher dieser rückte, umso größer wurde die Anspannung. „Was tust du dir da nur an?“, fragte ich mich noch auf dem Weg dorthin. Doch auf der anderen Seite war da die Neugierde, auf welches Abenteuer ich mich eingelassen hatte.

Draußen vor dem Stiefelknechthaus auf Gut Altenkamp, in dem das Casting stattfinden sollte, erläuterte Papenburgs Kulturreferent und Autor des interaktiven Stückes, Ansgar Ahlers, den Ablauf des Auswahlverfahrens und der drei Aufführungstermine Mitte September. 

Letzte Erklärungen gibt es für Bewerberin Anna Heidtmann (Zweite von links). Foto: Katharina Preuth

Während der zehnjährige Noël Meerjans aus Papenburg für die Rollenbesetzung des Jungschauspielers ohne Konkurrenz ins Rennen ging, fanden sich für die Rolle der Haushaltshilfe insgesamt fünf Konkurrentinnen ein. Die Bewerber für die Rolle des Mönchs waren zu einem späteren Zeitpunkt an der Reihe. Zur Vorbereitung auf die Einzelgespräche gab es den im Stück vorgesehenen Szenentext.

Die Anspannung unter den Anwesenden stieg allmählich. „Keine Angst, ihr müsst den Dialog nicht wortwörtlich können“, beruhigte Ahlers uns. Wichtiger sei, bei der Szene, die nach zweimaligem Üben gefilmt werden sollte, in Richtung des dargestellten Charakters zu improvisieren, fügte Ahlers hinzu. Während die erste Bewerberin an der Reihe war, beschäftigten die übrigen sich mit dem Text. Ich war als zweite dran. Als mein Puls allmählich in die Höhe schnellte, kamen mir meine Erfahrungen im Laientheater zugute: „Ein bisschen Aufregung gehört einfach dazu, ansonsten besteht die Gefahr leichtsinnig zu werden“, sagte ich mir. 

"Aufregend gehört dazu", denkt sich Anna Heidtmann beim Casting. Foto: Katharina Preuth

Als erstes wurde ich mit meinem Namenszettel in den Händen fotografiert. Danach stellte ich mich kurz vor. Meine Beweggründe für die Bewerbung als Komparsin? Die Begeisterung dafür, in die Rolle eines völlig anderen Menschen zu schlüpfen und natürlich die Neugierde darauf, wie professionelle Schauspieler agieren. Nach ein paar kurzen Erläuterungen durch Kulturreferent Ahlers ging es schließlich ans Eingemachte. Zuerst die Szene lesen und dann vor laufender Kamera spielen. Von Aufregung war plötzlich keine Spur mehr, stattdessen fühlte ich mich einfach als die Hausangestellte Luise der Familie Behnes im Jahr 1929. 


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