Achtjährige hatte die Idee Selbst gemachte Limo erbringt in Papenburg 930 Euro für guten Zweck

Von Hermann-Josef Tangen

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Mehr als 930 Euro hat eine Aktion der achtjährigen Papenburgerin Luisa Busch erbracht, die zusammen mit einigen Freundinnen in den Sommerferien auf dem Untenender Wochenmarkt selbst hergestellte Limonade für den guten Zweck verkaufte. Symbolfoto: imago/Westend61Mehr als 930 Euro hat eine Aktion der achtjährigen Papenburgerin Luisa Busch erbracht, die zusammen mit einigen Freundinnen in den Sommerferien auf dem Untenender Wochenmarkt selbst hergestellte Limonade für den guten Zweck verkaufte. Symbolfoto: imago/Westend61

Papenburg. Mehr als 930 Euro hat eine Aktion der achtjährigen Papenburgerin Luisa Busch erbracht, die zusammen mit einigen Freundinnen in den Sommerferien auf dem Untenender Wochenmarkt selbst hergestellte Limonade für den guten Zweck verkaufte.

„Das ist ein tolles Ergebnis und eine großartige Leistung, die Respekt und Anerkennung verdient“, freute sich die Vorsitzende des Fördervereins Bunter Kreis Nordwest-Niedersachsen, Heide Heyen-Strehlau, bei der Geldübergabe. Sie dankte den sieben Schülerinnen dafür, dass sie mit ihrer Aktion die Arbeit des Bunten Kreises auf „sympathische Weise“ bekannt gemacht haben und mit dem Erlös nun bedürftigen Menschen helfen wollen.

Über 200 Zitronen gepresst

Die Idee war der Grundschülerin nach einem Beitrag im Internet über das Herstellen von Limonade bei heißem Wetter gekommen. Bei der praktischen Umsetzung sind sie nicht nur von ihren Eltern unterstützt worden, sondern ganz spontan auch von ihrer größeren Schwester und einigen Freundinnen. An drei Freitagen sind nach Angaben der jungen Initiatorinnen insgesamt über 200 Zitronen gepresst und sieben Getränkekisten mit Limonade verkauft worden.

Hilfe für schwerkranke Kinder und ihre Familien

Der Förderverein bietet Heyen-Strehlau zufolge Hilfe für schwerkranke Kinder und ihre Familien an und hat sich neben der Unterstützung der Nachsorgeeinrichtung zum Ziel gesetzt, den Familien schnell und unbürokratisch auch finanziell zu helfen. Das Ziel bestehe darin, die Situation von chronisch kranken, schwerkranken, früh geborenen, behinderten und von Behinderung bedrohten Kindern und Jugendlichen und deren Familien in der Region Nordwest-Niedersachsen zu verbessern.

Besuch im Krankenhaus

Im Namen der für die Koordination und Steuerung der Patienten zuständigen Case Managerin im Marien Hospital Papenburg Aschendorf, Angela Hebbelmann, lud die Vereinschefin die Mädchen zu einem Besuch in das Krankenhaus ein. Um ihnen zu erläutern, wie und wofür die Spendengelder eingesetzt werden, führte sie das Beispiel eines an Neurodermitis leidenden und auf viele Nahrungsmittel stark allergisch reagierenden kleinen Jungen an, der häufig in einer Hautklinik behandelt werden muss.

Erste unterstützende Maßnahmen

Dessen alleinerziehende und nur über ein sehr geringes Einkommen verfügende Mutter müsse ihn mehrmals täglich am ganzen Körper eincremen, streng auf seine Ernährung achten und habe zudem sehr viel Wäsche zu reinigen, weil sich ihr Sohn ständig blutig kratze. Über den behandelnden Arzt sei der Kontakt zum Bunten Kreis hergestellt worden, der sich daraufhin vor Ort umgesehen und erste unterstützende Maßnahmen, wie eine umfassende Ernährungsberatung, einleiten konnte.

Mädchen wollen Aktion wiederholen

Da die Wohnung wegen der zum Trocknen aufgehängten Wäsche bereits feucht geworden war, hatte der Förderverein für die Familie einen Wäschetrockner angeschafft. Darüber hinaus finanziert der Bunte Kreis die Kosten für die Fahrten zu der Hautklinik und bietet seine Hilfe dadurch direkt vor Ort an.

Überreichten ihre Einnahmen in Höhe von 930,94 Euro aus dem Verkauf selbsthergestellter Limonade an die Vorsitzende des Bunten Kreises, Heide Heyen-Strehlau (links) und Beisitzerin Maria Papen-Koop: Die Kinder Emilia und Luisa Busch, Charlotte Pengel, Luna Winter, Anni Heerdegen, Constanze Pengel und Emily Wedler (von links). Foto: Hermann-Josef Tangen

Die jungen Mädchen versprachen, sich auch in Zukunft für andere einzusetzen und ihre Aktion in gleicher oder anderer Form zu wiederholen. Im neuen Schuljahr wollen sie weitere Kinder dazu bewegen, sich der Initiative für den guten Zweck anzuschließen.


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