Weiter im Einsatz für Menschenrechte Amnesty Papenburg feiert Freilassung von Kollegen in Türkei

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Die Mitglieder der Papenburger Amnesty-Gruppe feiern die Freilassung ihres türkischen Kollegen Taner Kiliç. Foto: Amnesty-Gruppe PapenburgDie Mitglieder der Papenburger Amnesty-Gruppe feiern die Freilassung ihres türkischen Kollegen Taner Kiliç. Foto: Amnesty-Gruppe Papenburg

Papenburg. Mit der jetzt erfolgten Freilassung des Ehrenvorsitzenden der türkischen Sektion von Amnesty International (ai), Taner Kiliç, feiert auch die Papenburger ai-Ortsgruppe einen Erfolg.

Beim Gruppentreffen der ai-Gruppe Papenburg verkündete Sprecher Gerold Siemer die Nachricht, dass Kiliç freigelassen worden ist. „Wir freuen uns unendlich, dass unser türkischer Kollege endlich wieder bei seiner Familie in Freiheit ist“, wird Siemer laut Mitteilung der ai-Gruppe zitiert. Die Papenburger hatten mit verschiedenen Aktionen auf das Schicksal von Kilic und Idil Eser aufmerksam gemacht.

Die größte war eine Solidaritätsaktion im September 2017, als alle Fraktionen und Parteien sowie die Stadt Papenburg ein Protestschreiben öffentlich unterzeichneten, die direkt an den Justizminister verschickt wurden.

Daraufhin wurde Eser, die türkische Amnesty-Direktorin, schon im Oktober 2017 freigelassen. Trotzdem habe Kiliç mehr als 400 Tage unschuldig hinter türkischen Gefängnisgittern verbringen müssen, obwohl alle Anklagepunkte mit Beweisen widerlegt worden seien, so die ai-Gruppe.

„Seine Inhaftierung ist deshalb auch ein überdeutlicher Beleg dafür, wie in der Türkei die Justiz instrumentalisiert wird“, sagt Siemer. Doch das Verfahren gegen ihn und zehn weitere Menschenrechtler, darunter der deutsche Menschenrechtstrainer Peter Steudtner, sei immer noch anhängig.

Wie die ai-Gruppe Papenburg berichtet, werden sie den Einsatz für die Menschenrechte in der Türkei fortsetzen. Denn noch immer seien unzählige Journalisten, politische Aktivisten und Menschenrechtsverteidiger dort inhaftiert.


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