Mittel aus Städtebauförderung 3,2 Millionen Euro fließen ins nördliche Emsland

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Insgesamt mehr als drei Millionen Euro aus der Städtebauförderung fließen nach Papenburg, Rhede, Lehe sowie in die Samtgemeinde Lathen. Symbolfoto: colourbox.comInsgesamt mehr als drei Millionen Euro aus der Städtebauförderung fließen nach Papenburg, Rhede, Lehe sowie in die Samtgemeinde Lathen. Symbolfoto: colourbox.com

Papenburg. Warmer Geldregen aus Hannover: Insgesamt 3,2 Millionen Euro fließen aus der niedersächsischen Städtebauförderung ins nördliche Emsland. Der größte Batzen geht an Papenburg, Lehe und Rhede. Aber auch die Samtgemeinde (SG) Lathen profitiert.

„Das sind hervorragende Nachrichten für unsere Region. Mit den bewilligten Fördergeldern können wir wirklich etwas erreichen.“ Unisono lassen sich die drei Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (Papenburg, CDU), Gerd Conens (Rhede, parteilos) und Johann Mardink (Lehe, CDU) in einer gemeinsamen Pressemitteilung aus dem Papenburger Rathaus zitieren.

Weitere 400.000 Euro für Papenburg

Zuerst hatte die SPD-Landtagsabgeordnete Hanne Modder (Bunde) mitgeteilt, dass die drei Kommunen für die Fortführung ihres Integrierten Entwicklungskonzeptes in diesem Jahr 2,26 Millionen Euro erhalten. Darüber hinaus fließen Modder zufolge weitere 400.000 Euro an die Stadt Papenburg für Maßnahmen im Ortsteil Aschendorf sowie 540.000 Euro an die SG Lathen.

„Ländlicher Raum profitiert“

Wie und wo genau die Gelder am sinnvollsten eingesetzt werden, konnte Mardink auf Anfrage unserer Redaktion noch nicht sagen. Das werde innerhalb einer Projektgruppe in Gesprächen mit den Rhedern und Papenburgern festgelegt. „Hier werden wir uns vor allem auf die Expertise der Niedersächsischen Landgesellschaft verlassen können. Am wichtigsten ist ein fairer Interessenausgleich für alle beteiligten Kommunen“, betont Mardink in der Pressemitteilung. Er und seine Amtskollegen versichern, dass das Geld den Bürgern in der Region unmittelbar zugutekomme. Conens: „Alle Projekte dienen dem Austausch und der Belebung des Lebens in den Dörfern. Davon profitiert der ländliche Raum.“

Fünf Projekte gelistet

Wie Stadtsprecher Heiko Abbas auf Anfrage erläutert, haben Papenburg, Lehe und Rhede für 2018 zusammen fünf Maßnahmen angemeldet. Der Dörpener CDU-Landtagsabgeordnete Bernd Busemann listet sie wie folgt auf: Neugestaltung des Dorfplatzes Borsum, Mehrgenerationenhaus Rhede, Erweiterung des Gemeinschaftsraumes in Brual, Mehrgenerationen-/Multifunktionshaus mit Gemeindegarten in Lehe, Aktivtreff Herbrum.

Bei den zusätzlichen 400.000 Euro aus dem Programm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren für Aschendorf geht es laut Busemann um die Wiederbelegung von Leerständen im Ortskern.

Auslöser für Folgeinvestitionen

Nach seinen Worten ermöglichen die Mittel den Kommunen, ihre Ortskerne attraktiv zu gestalten, Brachflächen zu aktivieren, Grün- und Freiflächen zu schaffen sowie die Versorgung im ländlichen Raum zu verbessern. Überdies hebt Busemann hervor, dass die städtebauliche Förderung private und öffentliche Folgeinvestitionen auslöse, die den Kommunen zugutekommen. „Davon profitiert insbesondere die mittelständische Wirtschaft, die Arbeitgeber für Tausende Bürgerinnen und Bürger in unserer Region ist.“

Wie Lathens SG-Bürgermeister Karl-Heinz Weber (CDU) mitteilt, lösen 540.000 Euro Förderung eine Gesamtinvestition in Höhe von rund 800.000 Euro aus. Weber erinnert daran, dass die SG im Rahmen des Programms „Kleinere Städte und Gemeinden“ eine Projektliste mit Maßnahmen aus allen Mitgliedsgemeinden auf den Weg gebracht hatte. Daraus seien 2017 vier Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von 413.000 Euro bewilligt worden. Mit der offiziellen Bewilligung der neuen Fördersumme durch das Amt für regionale Landesentwicklung rechnet Weber in einigen Wochen.


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