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15 neue Genossen Emsland: Schulz-Effekt führt zu Eintritten in die SPD

Von Jan-Hendrik Kuntze, Jan-Hendrik Kuntze | 02.02.2017, 20:04 Uhr

Die Kanzlerkandidatur von Martin Schulz (SPD) hat auch im Emsland für mehr Eintritte in die sozialdemokratische Partei gesorgt.

„Wir spüren das deutlich“, bekannte Maria Geers von der Geschäftsstelle des SPD-Kreisverbandes mit Sitz in Meppen im Gespräch mit unserer Redaktion. Seitdem ab dem 24. Januar feststeht, dass der ehemalige Präsident des Europaparlamentes für die Sozialdemokraten als Spitzenkandidat in den Bundestagswahlkampf zieht, haben sich laut Geers fünf Leute aus dem nördlichen Emsland für den Erwerb eines SPD-Parteibuches entschieden. Was zunächst wenig klingt, ist beim Blick auf die durchschnittlichen Neueintritte ein klarer Anstieg. Denn normalerweise gewinnen die Sozialdemokraten pro Monat zwei neue Mitglieder im nördlichen Emsland.

Auch im gesamten Emsland drückt sich die Aufbruchstimmung, die die Kandidatur Schulz’ bei den SPD-Anhängern bundesweit ausgelöst hat, in gestiegenen Mitgliederzahlen aus. So seien in den ersten sieben Tagen seit der Nominierung 15 Neueintritte zu verzeichnen gewesen. „Normalerweise haben wir emslandweit acht Eintritte pro Monat“, so Geers.

Der für den Wahlkreis Unterems zuständige SPD-Bundestagsabgeordnete Markus Paschke befindet in einer Mitteilung auf seiner Website, dass die SPD mit Schulz erfolgreich und geschlossen in den Bundestagswahlkampf zieht. Ob er aber von Anfang an Schulz favorisiert hat, lässt er offen. „Im Vorfeld der Entscheidung habe ich immer darauf hingewiesen, dass wir mit Sigmar Gabriel, Olaf Scholz und Martin Schulz mindesten drei Personen haben, die Kanzler können“, wird Paschke in der Mitteilung zitiert. Respekt habe er hingegen für Sigmar Gabriel. „Ein wahrlich großer Politiker, der eigene Ambitionen der Sache unterordnet“, so Paschke.