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15.08.2018, 08:08 Uhr KOMMENTAR

Zur Straßenzustandsbewertung in Papenburg: Nicht nach Gefühl

Kommentar von Gerd Schade

Die Daten werden gesammelt, gespeichert und fließen in das bestehende Geoinformationssystem der Stadt ein. Foto: Gerd SchadeDie Daten werden gesammelt, gespeichert und fließen in das bestehende Geoinformationssystem der Stadt ein. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Dass sich die Stadt Papenburg einen umfassenden Gesamtüberblick über den Zustand ihres gut 370 Kilometer langen Straßen- und Wegenetzes zusammenstellen lässt, ist sinnvoll, erscheint aber auch überfällig. Ein Kommentar.

Weißenburg, Möhlmannsweg, Burlageweg: Die Liste der dringend sanierungsbedürftigen Straßen im Papenburger Stadtgebiet ließe sich lange fortsetzen. Auch viele Rad- und Gehwege haben mitunter abenteuerlichen Buckelpisten-Charakter. Dass sich die Stadt nun einen umfassenden Gesamtüberblick über den Zustand ihres gut 370 Kilometer langen Straßen- und Wegenetzes zusammenstellen lässt, ist sinnvoll, erscheint aber auch überfällig.

Saniert ist mit dem 110.000 Euro teuren Projekt zwar noch kein Meter Asphalt. Aber die Zustandsbewertung kann helfen, objektiv und nicht nach kommunalpolitischem Bauchgefühl Prioritäten bei der Instandhaltung von Straßen und Wegen zu setzen. Strategisches und vorbeugendes Vorgehen spart zudem Kosten und vermeidet Flickschusterei. Die kann sich die Stadt angesichts stark angespannter Haushaltslage ohnehin nicht leisten. Damit ist auch klar, dass der Zustandsbewertungsbericht als langfristige Arbeitsgrundlage dienen muss und nicht in der Schublade verschwinden darf.


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