Nach fast 30 Jahren Aschendorf-Hümmlinger Baugenossen verabschieden Vorstandsmitglied

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Abschied feierten (von links) Karl-Heinz Weber, Antonius Robben, Thekla Harpel, Heiner Schäpermeier, Wilhelm Harpel und Heinrich Kleine Arndt. Foto: Gerd SchadeAbschied feierten (von links) Karl-Heinz Weber, Antonius Robben, Thekla Harpel, Heiner Schäpermeier, Wilhelm Harpel und Heinrich Kleine Arndt. Foto: Gerd Schade

Aschendorf. Fast 30 Jahre ist er im Vorstand der Baugenossenschaft Aschendorf-Hümmling aktiv gewesen. Mit Erreichen der Altersgrenze (75 Jahre) scheidet Wilhelm Harpel aus Aschendorf nun satzungsgemäß aus der Führungsriege aus.

In einer Feierstunde im Gasthof Tepe in Aschendorf würdigte Aufsichtsratsvorsitzender Karl-Heinz Weber die Verdienste Harpels. Justiziar Heinrich Kleine Arndt vom Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (VDW) in Niedersachsen heftete dem Architekten die silberne VDW-Ehrennadel ans Revers. Zudem überreichte er eine Ehrenurkunde.

Bescheiden und feinfühlig

Weber beschrieb Harpel als „erfahrenen und kompetenten Fachmann, der insbesondere durch sein freundliches, freundschaftliches und hilfsbereites Wesen, gepaart mit großer Bescheidenheit, sehr feinfühlig auf sein Umfeld eingegangen ist“ und sich fast 30 Jahre mit ganzer Kraft für die Genossenschaft eingesetzt habe. Der Aschendorfer habe für die Genossenschaft „eine große Lebensleistung“ erreicht. Harpels Wirken sei ein „wahrer Glücksfall“ gewesen. Sein erfahrungsreiches Spektrum habe vom zweckmäßigen sozialen Wohnungsbau bis zur Neuausrichtung der Stadtvillen in Papenburg gereicht.

„Sicherlich gibt es nur sehr wenige Mitglieder unserer Genossenschaft, deren gemeinsame Mitgliedschaft und Mitwirkung in den Gremien nahezu identisch ist“, sagte Weber. Mitte Februar 1989 hatte Harpel seine Tätigkeit im Vorstand angetreten und war seitdem fünfmal wiederbestellt worden, zuletzt im Dezember 2013.

X-mal vor Ort

Als Besonderheiten während Harpels Amtszeit nannte der Aufsichtsratsvorsitzende die „kluge“ Entscheidung, eine steuerbefreite Vermietungsgenossenschaft zu werden (1989), den Verkauf von 23 Reihenhäusern in Sögel (1992) nach dem Abzug der US-amerikanischen Streitkräfte sowie den Kauf von 20 städtischen Wohnungen in Meppen (2001). Wie Weber weiter ausführte, sind unter Harpels Regie 226 Wohnungen, zwei Gewerbeeinheiten und drei Betreuungsstützpunkte errichtet worden. Die Bauaktivitäten lagen in Papenburg, Werlte, Sögel, Lathen, Dörpen, Meppen und Schapen. „Und ich bin sicher, dass kein Haus errichtet worden ist, ohne dass Wilhelm Harpel x-mal vor Ort sich von der ordnungsgemäßen Abwicklung überzeugt hat“, sagte Weber.

Ein Familienmensch

Die Bilanzsumme der Genossenschaft habe sich seit 1989 von 15,5 Millionen auf 27,5 Millionen Euro erhöht. In Neubauten seien seitdem 26 Millionen und in bestehende Gebäude 17 Millionen Euro investiert worden. Harpel habe also Mitverantwortung für 43 Millionen Euro getragen.

(Weiterlesen: Baugenossenschaft investiert 4,5 Millionen Euro)

Privat skizzierte Weber Harpel als einen Familienmenschen, in dessen Leben seine Ehefrau Thekla sowie die Kinder und Enkel einen wichtigen Platz hätten.

Kleine Arndt sprach mit Blick auf Harpels Wirken von einer beeindruckenden Bilanz. „Besonders hervorzuheben, weil zukunftsweisend, ist das Betreute Wohnen“, betonte der VDW-Justiziar. Harpel habe an der Gesamtentwicklung der Genossenschaft maßgeblich mitgewirkt.

Der Geehrte selbst machte hingegen nicht viele Worte um seine Person. „Es wurde viel zu viel gesagt“, meinte er, zeigte sich „froh, dass alles gut verlaufen ist“, und dankte allen, die zur Verabschiedung erschienen sind.


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