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10.08.2018, 18:45 Uhr KOMMENTAR

Zur Einschulung im nördlichen Emsland: Euphorie und Ernst

Kommentar von Gerd Schade

Jetzt geht’s los: Im nördlichen Emsland starten mehr als 1000 Mädchen und Jungen ins Schulleben. Symbolfoto: David-Wolfgang Ebener/dpaJetzt geht’s los: Im nördlichen Emsland starten mehr als 1000 Mädchen und Jungen ins Schulleben. Symbolfoto: David-Wolfgang Ebener/dpa

Papenburg. Im nördlichen Emsland starten heute mehr als 1000 Kinder ins Schulleben. Bei aller Anfangseuphorie ist die Lage an den Schulen aber auch durchaus ernst. Ein Kommentar.

Die allermeisten können es kaum erwarten und freuen sich darauf: Im nördlichen Emsland starten heute mehr als 1000 Kinder ins Schulleben. Doch nicht selten verfliegt die Euphorie bei den Schulanfängern rasch, wenn sie ernüchtert feststellen müssen, dass nun buchstäblich der „Ernst des Lebens“ beginnt.

Ernst ist auch die Lage an vielen Grundschulen, denn die Personallage ist dünn. Vielerorts fehlen Pädagogen, Gymnasiallehrer müssen Lücken füllen. Das sorgt auf allen Seiten für Frust. Leidtragende verfehlter Bildungspolitik sind aber vor allem die Kinder.

Allein mit Quereinsteigern lässt sich die Schieflage kaum lösen. Sie birgt zudem die Gefahr, den Wert von Lehramtsstudium und Lehrerberuf zu verwässern – ganz nach dem Motto „Das kann ja jeder“. Ohne pädagogische Qualifikation geht es nicht, erst recht nicht in der Grundschule. Andernfalls droht eine Verschlechterung der Unterrichtsqualität.

Nicht jedes Problem lässt sich mit Geld lösen. Aber dass es an Gymnasien im Gegensatz zu anderen Schulformen noch ausreichend Lehrer gibt, hat mit deren besserer Bezahlung zu tun. Lehrern an allen Schulformen dieselbe Gehaltsstufe zu zahlen, könnte ein Ansatz sein.


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