Legeperiode geht zu Ende Salmonellen-Eier aus Papenburg: Tiere werden geschlachtet

Von Christian Belling

Eigenkontrolluntersuchungen des Papenburger Legehennenbetriebes brachten den Salmonellen-Befund hervor. Symbolfoto: Victoria Bonn-Meuser/dpaEigenkontrolluntersuchungen des Papenburger Legehennenbetriebes brachten den Salmonellen-Befund hervor. Symbolfoto: Victoria Bonn-Meuser/dpa

Papenburg. Nach dem Salmonellen-Befund auf einem Bio-Eierhof in Papenburg werden die Tiere geschlachtet. Dabei handelt es sich um eine betriebliche Entscheidung, da die Legeperiode der Tiere zu Ende geht.

Wie Landkreis-Sprecherin Anja Rohde am Freitag auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt, wurde die Keulung nicht vom Landkreis verfügt. „Im konkreten Fall befinden sich die Tiere am Ende der Legeperiode; eine Schlachtung steht damit bevor“, so Rohde. Die Sprecherin weist ausdrücklich darauf hin, dass eine betriebliche Entscheidung die Grundlage für die Tötung der Tiere ist.

Am Mittwoch veranlasste die Firma Eifrisch aus Lohne einen Rückruf der Bio-Eier des Lieferanten „Farm Bio-Eierhof Papenburg GbR“ aus Papenburg mit der Printnummer 0-DE-0359721 und Mindesthaltbarkeitsdatum bis einschließlich 24. August.

Eier gehen pasteurisiert in den Verkauf

Laut Rohde erfolgte diese Maßnahme auf Basis von Ergebnissen aus Eigenkontrolluntersuchungen des Legehennenbetriebs. „Erste Untersuchungsergebnisse haben den Tierhalter veranlasst, den Vermarkter und das Veterinäramt des Landkreises Emsland am vergangenen Freitag darüber zu informieren“, teilt die Sprecherin mit. Der Betrieb sei daraufhin umgehend durch den Landkreis gesperrt worden. Gleichzeitig habe der Vermarkter die in der Packstelle gelagerten Eier freiwillig gesperrt und den Rückruf bereits ausgelieferter Eier eingeleitet.

Wie Rohde weiter ausführt, gelangen die Eier nunmehr nicht als frische Eier, so genannte Konsumeier, in den Verkauf, sondern ausschließlich pasteurisiert – „also ausreichend erhitzt. Sie sind damit frei von krankmachenden Keimen und können dann entsprechend weiterverarbeitet werden.“

Betrieb bleibt bis Schlachtung gesperrt

Die Sperrung des Betriebes hält nach ihren Worten an, bis die Tiere geschlachtet werden können. Dies werde von besonderen Schlachtbetrieben unter entsprechenden Vorkehrungen und Vorsichtsmaßnahmen vorgenommen. „Das Fleisch wird, wie die Eier, erhitzt und dann weiterverarbeitet“, so Rohde weiter.

Wie die Sprecherin weiter ausführt, werden die Ställe im Anschluss an die Schlachtung gründlich gereinigt. Danach könne neu aufgestallt werden. Die Sperrung des Betriebes ist Rohde zufolge mit dem Neubesatz an Tieren aufgehoben. Derzeit befinden sich nach ihren Angaben rund 14.000 Tiere in den Ställen, die täglich etwa 10.000 Eier legen. Die Eier werden bundesweit in den Supermarktketten Real, Aldi Süd, Penny, Lidl, Netto und Kaufland vertrieben.


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