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Unternehmen werden Paten Finanzhilfe für Schülerfirmen der BBS Papenburg

Von Hermann-Josef Tangen

<em>Den Scheck </em>überreichte OLB-Filialleiterin Barbara Mielke an den Kassenwart des Fördervereins, Jürgen Kathmann, Schulleiter Heinz Vinke und Abteilungsleiter Heinz-Arthur Willms (von links). Foto: TangenDen Scheck überreichte OLB-Filialleiterin Barbara Mielke an den Kassenwart des Fördervereins, Jürgen Kathmann, Schulleiter Heinz Vinke und Abteilungsleiter Heinz-Arthur Willms (von links). Foto: Tangen

Papenburg. Mit einem Reisebüro, einem Papier- und Schreibwarenladen und einer Genossenschaft sind die Schüler von drei Klassen der Berufsfachschule Wirtschaft an den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Papenburg unternehmerisch tätig.

Im Rahmen der sogenannten Wirtschaft-Live-Projekte, für die Unternehmen aus der Region Patenschaften übernehmen können, werden Geschäftsprozesse in real existierenden Betrieben durchlaufen. Als Ziel dieses vollzeitschulischen Bildungsganges für Realschulabsolventen nennt Oberstudienrat Heinz-Arthur Willms eine optimale Vorbereitung auf die spätere Berufsausbildung.

Eine dieser Patenschaften hat nun die Oldenburgische Landesbank AG übernommen, die den Berufsbildenden Schulen ein „Startkapital“ in Höhe von 2500 Euro überreichte. Das Geld soll zunächst in eine Verbesserung der sachlichen Ausstattung des erforderlichen Projektraumes investiert werden.

Und das sei Willms zufolge bitter nötig, denn unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Anforderungen, die durch den stetigen inhaltlichen und technischen Wandel in der Arbeits- und Berufswelt begründet sind, sei eine projektorientierte und schülergerechte Gestaltung dieser Räume unumgänglich. Schließlich gelte es, die Unterrichtstätigkeit in den Wirtschaft-Live-Projekten realitätsgetreu darzustellen, auch, um dem damit verbundenen Anspruch gerecht werden zu können.

Der rund 100 Quadratmeter große Projektraum soll außer dem alltäglichen Arbeitsbereich mit der erforderlichen Ausstattung auch über einen Konferenzbereich verfügen, in dem die geschäftspolitischen Entscheidungsfindungsprozesse der Schülerfirmen initiiert werden.

Er freue sich auf dieses interessante Projekt, sagt BBS-Schulleiter Heinz Vinke. Als Dienstleister setze die Einrichtung auf eine enge Zusammenarbeit mit den Betrieben. Die Patenschaften, von denen beide Seiten profitieren, bieten zum einen die nötige finanzielle Unterstützung, zum anderen aber auch das erforderliche Know-how.

Die Schüler der Berufsfachschule Wirtschaft bauen Kontakte zu Unternehmen auf, die einen Austausch in wirtschaftlichen Fragen ermöglichen. Dies komme den Schülern auch bei der Suche nach Praktikumsplätzen und mit Blick auf mögliche Existenzgründungen zugute.

Vorteile für die Unternehmen aus der Region sehen Vinke und Willms unter anderem darin, dass eine Kontaktaufnahme zu künftigen Auszubildenden erleichtert werde. Darüber hinaus seien die Schüler bereits auf den zukünftigen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vorbereitet. Zudem würden Jugendliche frühzeitig an wirtschaftliche Aufgaben- und Fragestellungen herangeführt.