Modellprojekt läuft seit 2016 Carsharing in Aschendorf kaum genutzt

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Aschendorf. In Aschendorf an der Außenstelle des Landkreises steht seit 2016 ein Auto, dass jeder fahren darf. Doch das Carsharing wird hauptsächlich von Mitarbeitern der Behörde genutzt. Insgesamt haben sich bislang sieben private Nutzer den Toyota geliehen.

Über ein Computersystem können sich Nutzer für das Auto in Aschendorf anmelden. Sollte es für den gewählten Zeitraum zur Verfügung stehen, kann das Auto mit einer Chipkarte geöffnet werden. Im Handschuhfach liegt dann der Schlüssel und schon kann die Fahrt beginnen. Der Landkreis, der das Modell in Aschendorf installiert hat, verzeichnet für das erste Quartal 2018 insgesamt 26 Fahrten. Zum Vergleich sind in Meppen zur selben Zeit 59 Fahrten registriert und in Lingen 73. Alle drei Modellprojekte starteten fast zeitgleich im August 2016. Die Probezeit des Carsharing endet 2018. Dann müssten politische Gremien über die Zukunft der Autos entscheiden, teilte Anja Rohde, Sprecherin des Landkreises, auf Anfrage mit. „Die Analysen stehen also an, entsprechenden Konsequenzen müssen dann gezogen werden“, so Rohde.

Wenige private Nutzer

Ausschlaggebend sei aber laut Rohde weniger die Zahl der Landkreismitarbeiter, die den Wagen für Dienstfahrten in Anspruch nehmen, sondern die privaten Nutzer. „Seit Beginn des Carsharing-Angebotes haben in Papenburg 53 Fahrten von sieben unterschiedlichen externen Nutzern stattgefunden, dabei wurden knapp 3500 Kilometer gefahren“, erklärte Ralf Enger, Prokurist beim Osnabrücker Stadteilauto, die das Carsharing im Emsland anbieten. Er sagte weiter, dass es zwar leider noch nicht viele private Nutzer gebe, aber dass öfter Fahrten aus Süddeutschland stattfinden würden und sich so letztendlich die hohe Kilometerzahl ergeben würde.

Aschendorf ist nicht Osnabrück

„Das ist generell eine schöne Sache, nur sind wir hier in Aschendorf und nicht in Osnabrück“, so Willi Bojer, Mitarbeiter des Landkreises. Er nutzt das Auto regelmäßig für Dienstfahrten, zum Beispiel nach Papenburg. Dafür hat er eine Benzinkarte, mit der er tanken kann, ohne selbst dafür zu bezahlen. Seine Rechnung übernimmt der Landkreis. Bei Privatpersonen wird das Tankgeld mit den monatlichen Beiträgen verrechnet, die diese für das Angebot zahlen müssen. Bojer weist vor allem daraufhin, dass es nur die eine Station im nördlichen Emsland gebe und die Menschen dadurch weniger flexibel seien. Rohde gibt an, dass auch darüber nachgedacht werde, das Carsharing-Angebot auf Papenburg auszuweiten.

Dynamik im Sharing-Bereich

Der Landkreis würde zudem das Elektroroller-Sharing in Meppen und Lingen begrüßen, dass der Anbieter „share2move“ betreibt. „Es zeigt sich eine Dynamik im Sharing-Bereich“, so die Landkreissprecherin. Share2move gibt es seit Mai 2018 und wird vom Landkreis mit einer Anschubfinanzierung von 100.000 Euro aus dem Programm „Beschäftigung durch Innovation“ unterstützt.


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