Stadt investiert knapp 470.000 Euro Aula in Aschendorfer Oberschule wird erneuert

Von Gerd Schade


Papenburg. Die Stadt Papenburg hat die unterrichtsfreie Zeit in den vergangenen Wochen genutzt, um in eine umfassende Erneuerung der Aula der Heinrich-Middendorf-Oberschule (HMO) in Aschendorf in Angriff zu nehmen. Das Gesamtinvestitionsvolumen dafür ist mit knapp 470.000 Euro veranschlagt. Unterdessen geht es nach dem wochenlangen Stillstand auf der Großbaustelle Mittelkanalschule inzwischen sichtbar weiter.

Wie Stadtsprecher Heiko Abbas auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt, wird an der HMO derzeit die gesamte Aula erneuert. Die Arbeiten umfassen nach seinen Worten Elektroinstallation, Beleuchtung, Sicherheits- und Veranstaltungstechnik, Lüftungsanlage sowie Decken und Wandbekleidungen. Ebenfalls auf der Renovierungsliste stehen Abbas zufolge Bodenbeläge und Teppich. Außerdem werde die Aula neu bestuhlt. Sie verfügt über 320 Sitzplätze.

Bundesministerium finanziert mit

Die Lüftungsanlage verfügt nach Angaben des Stadtsprechers eine Wärmerückgewinnung. Bei der Beleuchtung werde auf Energieeinsparung durch LED gesetzt. Beides wird laut Abbas vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative finanziell gefördert.

„Zunächst wurde die Aula entkernt“, berichtet HMO-Schulleiter Claus Huth. Größere Veranstaltungen wie die montägliche Morgenversammlung wird die Schule in den kommenden Monaten in der evangelisch-lutherischen Christuskirche abhalten. „Wir müssen improvisieren“, sagt Huth. Das gilt auch für das Blasorchester der Realschule Aschendorf, das zum Proben auf den Flur im Obergeschoss ausweicht. Die Einschulungsfeier für die neuen Oberschüler findet Huth zufolge in der Mensa statt, ein Jazzkonzert wird in das Foyer verlegt.

Derweil ist der Baustillstand an der Mittelkanalschule vorbei. Wie Christel Jansen, Fachbereichsleiterin bei der Zentralen Gebäudeverwaltung der Stadt, auf Anfrage mitteilt, „sind die Erd- und Wasserhaltungsarbeiten abgeschlossen und es wurde mit den Rohbauarbeiten begonnen“. Die Fundamente seien fertiggestellt und die nächsten Arbeitsschritte terminiert. „Dazu gehören die Verlegung der Grundleitungen, die Erstellung der Sohle und danach folgt das Mauerwerk“, erklärt Jansen.

Streit um Wasserhaltung

Zwischen dem bauausführenden Unternehmen Kreutzjans (Lorup), Baugrundgutachter, dem Bielefelder Architekturbüro BBO sowie der Stadt hatte es unterschiedliche Auffassungen bezüglich der sogenannten Wasserhaltung auf der Baustelle gegeben (wir berichteten). Unter Wasserhaltung sind sämtliche Arbeiten, Einrichtungen und Maßnahmen zu verstehen, die dazu dienen, das beim Baugrubenaushub zutage tretende Wasser zu entfernen oder von der Baugrube fernzuhalten und die Sohle trocken zu halten.

Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) hatte sich über die wochenlange Verzögerung „sehr geärgert“, wie er im Sommerinterview mit unserer Redaktion sagte. Schuldzuweisungen helfen nach seiner Auffassung aber nicht weiter. Stattdessen hoffe er, dass alle Beteiligten im Interesse der Schüler zu einer konstruktiven Zusammenarbeit finden.

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich war im März der offizielle Startschuss für den Teilneubau, die Sanierung die Erweiterung der Mittelkanalschule gefallen. Das Großbauprojekt ist mit Gesamtkosten in Höhe von 3,45 Millionen Euro veranschlagt. Der Baubeginn war mehrfach verschoben worden und nach dem Start dann rasch ins Stocken geraten. Dennoch sollen die Arbeiten unverändert bis zum Frühjahr 2020 abgeschlossen sein.


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