Streetfood findet reißenden Absatz Festival „Multikulinair“ in Papenburg kommt gut an

Von Gerd Schade


Papenburg. Das Multikulinair-Food-Festival 2018 hat an allen drei Tagen jeweils mehrere Hundert Menschen in den Papenburger Stadtpark gelockt. Die Veranstalter waren mit der Resonanz hochzufrieden. Zwischenzeitlich gingen sogar die Hotdogs aus.

Grillrauch steigt am Sonntagnachmittag über den hinteren Teil des Stadtparks auf. Das Naherholungsgebiet entfaltet seit Freitagabend eine zusätzliche Anziehungskraft: Die dritte Auflage des „Multikulinair-Food-Festival“ mit vielfältigen Leckereien aus aller Herren Ländern und Livemusik kommt gut an – Burger, Hotdogs, Tacos, Nachos und Crêpes finden reißenden Absatz. Allein am Stand von Sander Bos, der gerade Holzkohle in einen Grill nachschüttet, während auf dem anderen Burgerfleisch brutzelt, das gleich wieder gewendet werden muss, gehen mehr als 1000 Burger über den Tresen – 350 am Freitag, 650 am Samstag, und für Sonntag hatte er weitere 350 auf Vorrat. „Wenn die weg sind, ist Schluss“, sagt der Niederländer und dreht dabei eifrig das Fleisch um. Nur nichts anbrennen lassen.

Klassisch oder scharf

Mart Biermans, Mitorganisator der Foodtruck-Parade von Multikulinair, berichtet, dass ihm zwischenzeitlich die Hotdogs ausgegangen seien, nachdem er insgesamt 1400 Exemplare verkauft hatte. „Wir mussten welche nachholen“, erzählt Biermans. Zwei Würstchen im Brötchen haben Nico Böckmann und Natascha Roling aus Papenburg ergattert. Sie haben sich für die klassische Variante mit Gurken, Ketchup, Senf und Röstzwiebeln entschieden. „Der Hotdog ist sehr gut“, sagt Böckmann.

Wer es schärfer mag, kann sich für einen mexikanischen Hotdog entscheiden. Dann wird das Würstchen in eine hausgemachte Salsa-Soße, Nacho-Chips und Jalapenos eingebettet.

Bereits beim Dessert angelangt ist unterdessen Anja Müller aus Moordorf. Die Ostfriesin gönnt sich einen Crêpe mit Marmelade. Sie ist über das soziale Netzwerk Facebook auf das Multikulinair-Festival aufmerksam geworden und nach Papenburg gekommen.

Dass es an den einzelnen Ständen auf den Angebotstafeln mit der Übersetzung ins Deutsche hapert, kann derweil auch lustig sein. „Dampfbröt mit Heiße Hühner“ heißt es an einer Asia-Bude, an der es indonesisches und chinesisches Streetfood gibt. Der Verzehr des Hühnchenburgers, der zum Preis von 7 Euro zu haben ist, ist vorsichtshalber mit einer Warnung verbunden: „Sehr scharf!“

Mit Ananas-Minz-Salsa

Bei „Los Chicos Tacos“ gibt es traditionelle Mais-Tacos mit marinierten Hähnchenschenkeln, Ananas-Minz-Salsa, würziger Mango-Soße und Käse. Wer es lieber vegan mag, bekommt eine Kombination aus Früchtesoße, roten Zwiebeln, Rettich und Kräutern.

Beim „Wilden Metzger“ wird unter anderem zu Gans-Bratwurst Selleriesalat gereicht. Die Würste, die direkt am Stand hergestellt werden, gibt es auch mit Fleisch vom Reh.

Auf dem mehr als handtellergroßen Fladenbrot namens „Langos“ ist Platz für Schafskäse, Mais, Peperoni und Rucola. Langos sind eine Spezialität, die in der ungarischen Küche ihre Wurzeln hat. Kein Zweifel: Papenburg is(s)t international.


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