Ein Bild von Gerd Schade
04.08.2018, 09:22 Uhr KOMMENTAR

Zum Papenburger Hafenfest 2018: Nicht verwässert

Kommentar von Gerd Schade

Maritimes für den Magen: Zum Hafenfest in Papenburg wird unter anderem Räucherfisch angeboten. Foto: Kristina Müller/ArchivMaritimes für den Magen: Zum Hafenfest in Papenburg wird unter anderem Räucherfisch angeboten. Foto: Kristina Müller/Archiv

Papenburg. Was Großveranstaltungen betrifft, geht es im Spätsommer in Papenburg Schlag auf Schlag. Überregionale Anziehungskraft hat dabei auch das Hafenfest entwickelt. Ein Kommentar.

Die erstmalige Taufe eines AIDA-Kreuzfahrtschiffes in Papenburg mit Konzert von Star-DJ David Guetta als „Beiwerk“ Ende August, tags darauf das NDR-Papenburg-Festival und nur eine Woche später mit dem Hafenfest das nächste Massenspektakel: In der Fehnstadt geht es bei den Großereignissen im Spätsommer Schlag auf Schlag.

Dabei hat sich das Hafenfest binnen weniger Jahre einen Namen gemacht. Was 2010 anlässlich des 25. Geburtstages der Schmack „Gesine von Papenburg“ begann, hat sich rasant entwickelt. Damit war wie damals nicht zu rechnen, als statt der erwarteten 3000 überwältigende 30.000 Gäste zum Schiffsgeburtstag kamen.

Daraufhin wurde ein Verein gegründet, der das Hafenfest bereits zwei Jahre später in Eigenregie durchführte. Eine derartige Mammutveranstaltung ehrenamtlich auf die Beine zu stellen, ist nur mit ganz viel Herzblut möglich. Das verdient Respekt.

Der schönste Lohn für die Organisatoren ist neben großer Besucherresonanz die Anerkennung des Festes in der maritimen Szene. Unter Skippern genießt es inzwischen einen hohen Stellenwert. Nicht zuletzt deshalb, weil es einen betont maritimen Charakter hat, der nicht durch Jahrmarktstände, Losbuden und Karussells verwässert wird.

Wenn das Fest vorbei ist, werden die führenden Köpfe des Förderkreises allenfalls kurz verschnaufen. Sie wissen aus Erfahrung: Nach dem Fest ist vor dem Fest.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN