Vorbereitungen auf der Zielgeraden Bis zu 50.000 Besucher auf Papenburger Hafenfest 2018?

Von Gerd Schade


Papenburg. Eine stattliche Flotte von Traditionsschiffen, eine gastronomische Meile nicht nur an Bord und ein buntes Programm mit jeder Menge maritimer Klänge: Die Vorbereitungen für das Papenburger Hafenfest vom 7. bis zum 9. September 2018 biegen auf die Zielgerade ein. Die Organisatoren rechnen mit bis zu 50.000 Besuchern.

„Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit“, sagt Wilhelm Tepe im Gespräch mit unserer Redaktion. Der Vorsitzende des Vereins Förderkreis Hafenfest und seine Mitstreiter aus dem Vorstand haben derzeit täglich alle Hände voll mit dem Großereignis zu tun, das seit 2012 alle zwei Jahre stattfindet. „Meine Frau wurde neulich doch glatt mit ,Frau Hafenfest‘ angesprochen“, erzählt der stellvertretende Vorsitzende Anton Hillebrand schmunzelnd. Gabriele Hillebrand (Schatzmeisterin) und Schriftführerin Yolande Benoist seien ebenfalls an vorderster Front voll eingebunden.

Schiffe älter als 100 Jahre

Dem Förderkreis ist es gelungen, dass wieder eine Vielzahl an Traditionsschiffen, davon einige älter als 100 Jahre wie die 1909 auf der Meyer Werft gebaute „Prinz Heinrich“, in Papenburg vor Anker gehen werden. Wie Tepe und Hillebrand weiter berichten, werden auch der Seenotretter „Georg Breusing“, der Krabbenkutter „Hinderk“ aus Ditzum sowie das Museumsschiff „Gertrud“ einlaufen, das derzeit in Weener liegt. Auf der „Hinderk“ wird es Krabben und Spiegeleier geben, auf der „Gertrud“ befindet sich Hillebrand zufolge ein Druckereimuseum. Der Förderkreis erwartet insgesamt etwa 40 Schiffe. Weitere Anmeldungen sind über die Internetseite des Förderkreises ( www.hafenfest-papenburg.de) möglich.

Der Eintritt ist frei

Das Festgelände umfasst den Jachthafen und die Kanäle rund um den Ölmühlenplatz. Entlang des Hauptkanals sollen die Besucher mit maritimen Klängen auf das Fest eingestimmt werden. Der Eintritt ist frei.

Die Mitglieder des niederländischen Museumsfischereivereins Zoutkamp werden für die Besucher Krabben pulen, verspricht Hillebrand. Die örtlichen Angelvereine bieten geräucherte Forellen an. Ein „Heimspiel“ haben auch die Schmack „Gesine von Papenburg“ und Franz Bruns, der seit 25 Jahren und auch während der Festtage Hafenrundfahrten anbietet. Letzteres gilt auch für den Verein „Papenbörger Hus“.

Bläser, Maler, Drechsler

Entlang einer „maritimen Meile“ werden sich nationale und niederländische Aussteller zeigen, darunter Glasbläser, Glassandmaler, Schmiede, Drechsler, Seilmacher (mit Reeperbahn) und Fliesenmaler. Erstmals beim Hafenfest auflaufen wird die deutsche Abordnung der internationalen Knotengilde und die Kunst des seemänischen Knotenmachens demonstrieren.

Shantys und Seefahrergottesdienst

Im Zeitspeicher und auf dem Festgelände zeigen Maler und Menschen mit Behinderungen ihre maritimen Kunstwerke. Ausgestellt werden zudem historische Feuerwehrfahrzeuge und der Fuhrpark des Technischen Hilfswerkes. Der „Dampfzirkus Papenburg“ zeigt ein Luftschiff.

In der Alten Drostei steht am Samstag, 8. September, von 15 bis 17 Uhr ein Shantynachmittag auf dem Programm – Mitsingen ist laut Veranstalter ausdrücklich erwünscht. „Insgesamt werden wir an den drei Tagen mehr als 300 Musikauftritte haben“, sagt Hillebrand.

Ebenfalls bei der Alten Drostei findet am Sonntag, 9. September, ab 9,30 Uhr ein ökumenischer Seemannsgottesdienst statt.

Verkaufsoffener Sonntag

Der Sonntag ist von 13 bis 18 Uhr verkaufsoffen. Die Werbegruppe Stadtmitte organisiert einen Trödelmarkt.

Für Kinder gibt es verschiedene Mitmachaktionen, darunter eine Schatzsuche und Schminkmöglichkeiten. Parkmöglichkeiten wird es auf dem Untenender Marktplatz, bei KS Gleitlager, den Berufsbildenden Schulen und bei der Bahnspange geben.


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