Erst Bauhof, dann Rathaus SPD fordert Zeitplan für Neubauten in Papenburg

Von Gerd Schade

Der Neubau des städtischen Bauhofes ist seit 2016 verschoben. Foto: Klaus Dieckmann/ArchivDer Neubau des städtischen Bauhofes ist seit 2016 verschoben. Foto: Klaus Dieckmann/Archiv

Papenburg. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Papenburg fordert, erst einen Neubau des Bauhofes zu realisieren und dann ein geplantes neues Verwaltungsgebäude beim Rathaus zu errichten. Die Sozialdemokraten fordern die Stadtverwaltung auf, nach der politischen Sommerpause Pläne für den Bauhof-Neubau einschließlich Zeitplan für die Umsetzung vorzulegen.

Der Bauhof-Neubau liegt seit 2016 aus Kostengründen auf Eis. Seitdem habe es zwar am jetzigen Standort im Gewerbegebiet an der Schulze-Delitzsch-Straße im Hinblick auf Sozialräume und Verwaltung Verbesserungen für die Mitarbeiter gegeben, schreibt die SPD in einer Pressemitteilung. „Aber eine konkrete Entscheidung darüber, wie der neue Bauhof aussehen soll, fehlt.“ Nach Auffassung der Sozialdemokraten müssten die Überlegungen „unter Federführung von Stadtbaurat Jürgen Rautenberg, welche Dienstleistungen der Bauhof in Zukunft als Aufgaben wahrnehmen muss, eigentlich längst abgeschlossen sein“. Die Kosten für den Bauhof-Neubau waren mit rund 5,5 Millionen Euro veranschlagt. Mit der Aufgabenkritik war die Verwaltung 2016 aus einer baubegleitenden Kommission heraus beauftragt worden. In einer Sitzung des Ausschusses für Finanzen und Controlling im September 2017 hatte der Leiter des Fachbereichs Finanzen, Jürgen Schendzielorz, mitgeteilt, dass die Aufgabenkritik noch laufe.

Nach der Schließung der städtischen Gärtnerei an der Emdener Straße aus Sicherheitsgründen waren auf dem jetzigen Bauhofgelände Interimslösungen umgesetzt worden. Unter anderem wurde für etwa 20000 Euro die frühere Bauhofleiter-Dienstwohnung zu Büro- und Umkleideräumen umgebaut.

Die SPD kann sich nach eigenem Bekunden derweil nur „sehr schwer“ vorstellen, dass Bauhof-Neubau und der zuerst von der CDU-Fraktion öffentlich ins Spiel gebrachte Neubau eines Verwaltungsgebäudes beim Rathaus (wir berichteten) aus Kostengründen gleichzeitig zu stemmen sind.


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