Kommentar Zu Unfallzahlen in Papenburg: Auch die Radfahrer sind gefragt

Von Daniel Gonzalez-Tepper

Für Radfahrer und Autofahrer in Papenburg ein Gefahrenpunkt: Das „Tor 1“ der Meyer Werft an der Rheiderlandstraße. Gefahr droht vor allem für Radfahrer, die aus Richtung Weener kommen, weil Autofahrer, die an der Kreuzung rechts abbiegen, häufig nur nach links gucken. Foto: Daniel Gonzalez-TepperFür Radfahrer und Autofahrer in Papenburg ein Gefahrenpunkt: Das „Tor 1“ der Meyer Werft an der Rheiderlandstraße. Gefahr droht vor allem für Radfahrer, die aus Richtung Weener kommen, weil Autofahrer, die an der Kreuzung rechts abbiegen, häufig nur nach links gucken. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper

Papenburg. Bei der Diskussion um die Zahl der Unfälle mit Radfahrern könnten es sich die Verantwortlichen leicht machen und sagen: Da, wo viele Radfahrer unterwegs sind, passieren zwangsläufig auch viele Unfälle mit Beteiligung dieser Verkehrsteilnehmer. Das wäre natürlich zu kurz gegriffen. Ein Kommentar.

Alle sind bei diesem Thema gefragt. Die Stadt, die Polizei und der Landkreis als Straßenverkehrsbehörde müssen dafür sorgen, dass Unfallschwerpunkte erkannt werden und dann alles dafür getan wird, um Unfälle zu vermeiden. Das tun diese drei Behörden in Form der Verkehrsunfallkommission. Diese kann bauliche Veränderungen anordnen, aber auch zusätzliche Schilder, Markierungen oder Absperrungen.

Gefragt sind vor allem aber auch die Radfahrer selbst. Wer verbotenerweise den Radweg auf der falschen Seite benutzt oder Kreisverkehren entgegen der Fahrtrichtung der Autos nutzt, provoziert gefährliche Situationen. Nicht selten erzwingen sich Fahrradfahrer auch ihre Vorfahrt, indem sie plötzlich auf die Fahrbahn fahren oder noch einmal in die Pedale treten, um eine Kreuzung vor einem Auto zu erreichen. Radfahrer sollten immer bedenken, dass ihnen bei Unfällen die „Knautschzone“ fehlt und es bei Stürzen schnell zu schweren Verletzungen kommen kann.


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