Ausreichend Infusionen vorhanden Notaufnahmen in Sögel und Papenburg auf Hitze vorbereitet

Von Katharina Preuth

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kap Papenburg/Sögel. Flüssigkeitsverlust und Herzprobleme führen Menschen bei den aktuellen Temperaturen in die Notaufnahmen der Krankenhäuser. Das Marien-Hospital in Papenburg verabreicht fast jedem Patienten Infusionen. Das Hümmling-Hospital in Sögel verzeichnet indes keinen extremen Anstieg an Hitzeopfern.

„Ältere Leute trinken zu wenig“, erklärt Christian Wende, Chefarzt der Kardiologie in Papenburg. Im Alter würde das Durstgefühl nachlassen und das sei bei dem Wetter in diesen Tagen gefährlich, so der Mediziner. Hinzukomme, dass vorwiegend Senioren unter Herzschwäche oder hohem Blutdruck leiden würden und dagegen Medikamente einnehmen, die dem Körper noch zusätzlich Wasser entziehen. Für sie stehen in der Notaufnahme Infusionen bereit, die eine Mischung aus Flüssigkeit und Zusätzen wie Calcium enthalten.

„Im Blut sehen wir, was dem Patienten genau fehlt“, so Wende. Dementsprechend würden sie diesen dann behandeln. „Fast jeder Patient bekommt bei uns im Moment mindestens eine Infusion“, sagt Sabrina Sanders, Abteilungsleiterin in der Notfallaufnahme. Sie schätzt, dass sie etwa 50 Flaschen pro Tag verbrauchen. Sie würden bei den Patienten beobachten, dass es ihnen nach der Gabe merklich besser gehen würde. Nur die besonders schlimmen Fälle würde dann die Nacht im Krankenhaus verbringen müssen. Infusionsflaschen hätten sie trotz des gestiegenen Verbrauchs ausreichend vorrätig, betont Wende. Weniger Fälle dagegen haben sie mit akutem Sonnenbrand, aber gerade Jüngere kämen schon mal mit einem Sonnenstich in die Notaufnahme. Sie hätten sich zu viel in der Sonne aufgehalten und voll bekleidet geschwitzt, so Wende.

Auch Kinder seien besonders anfällig für die Hitze. Auch wenn der Herzspezialist selten mit den kleinen Patienten arbeitet, erklärt er, dass sie durch ihr Oberflächenvolumen mehr Flüssigkeit verlieren würden, als Erwachsene und Eltern besonders drauf achten sollten, dass sie ausreichend trinken.

Keinen extremen Anstieg

Im Sögeler Hümmling-Hospital verzeichnet Krankenhausleiter Thomas Kock keinen extremen Anstieg an Patienten, die von den hohen Temperaturen betroffen seien. Darüber zeigt er sich zwar einerseits verwundert, er vermutet jedoch, dass sich die Patienten an die Empfehlungen halten würden, wie sie die Hitze unbeschadet überstehen. Dazu zählen, dass sie ausreichend trinken, sich wenig bewegen und im Schatten aufhalten. Auch die Fälle von Herzrhythmusstörungen, oft eine Nebenwirkung des Wetters, seien im „normalen Maß“, so Kock. Für Patienten aber auch für Mitarbeiter des Krankenhauses würden sie besonders viele kühle Getränke zur Verfügung stellen und Klimaanlagen kämen vereinzelt zum Einsatz. „Es ist bemerkenswert, dass die Mitarbeiter trotz der Hitze zur Arbeit kommen und die oft anstrengende Arbeit durchhalten“, sagt der Krankenhausleiter.


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