Hinter der Von-Velen-Anlage Verein Papenbörger Hus schafft Bienenhaus und -weide


Papenburg. Das Papenburger Freilichtfehnmuseum Von-Velen-Anlage ist um eine Attraktion reicher geworden. Mit einem Bienenhaus und einer Bienenweide leistet der Verein Papenbörger Hus nach eigenen Angaben einen Beitrag gegen das Insektensterben.

Bei den sogenannten Moorschlenken im rückwärtigen Bereich des Museums befindet sich ein neues, mit Heidesoden abgedecktes Bienenhaus. Damit geht nach Angaben von Ludger Stukenborg, Vorsitzender des Vereins Papenbörger Hus, ein lang ersehnter Traum des Vereins in Erfüllung. Unter Mitarbeit der beiden Museumswarte Hans-Josef Meyer und Jörg Jansen habe das Bienenhaus „Biet Immen – Hock“ erstellt werden. Stukenborg zufolge bietet es nunmehr insgesamt acht Bienenvölkern Platz. Daneben befindet sich in unmittelbarer Nähe ein Bienenschaukasten. Die Besucher des Fehnfreilichtmuseums haben somit die Gelegenheit, ein Bienenvolk aus unmittelbarer Nähe bei der Arbeit zu beobachten.

Zur Honigtracht in den Raps

Wie Stukenborg weiter berichtet, wurden die Bienen während der Bauphase zur Honigtracht in den Raps gebracht, damit die Arbeiten ungestört ausgeführt werden konnten. Parallel zum Bau des Bienenhauses wurde nach seinen Worten zudem eine fast ein Hektar große Bienenweide angelegt. Das zugehörige Grundstück hinter der Museumsanlage stellte der Landwirt Johannes Schnieders dem Verein zur Verfügung. Dafür ist Stukenborg dankbar. Schnieders habe zudem den Boden, bis dahin ein recht nasses Grasland, gefräst und das Saatgut ausgebracht.

Es summt und brummt

Ludwig Rosenboom aus Neubörger, der sich intensiv mit der Anlage von Bienenweiden beschäftigt (wir berichteten) und als ausgewiesener Experte eng mit der Naturschutzstiftung des Landkreise Emsland zusammenarbeitet, stand dem Verein Papenbörger Hus zusätzlich mit Rat und Tat zur Seite und besorgte zudem das Saatgut.

„Trotz der langen Dürrephase und einem verspäteten Auslaufen der Saat blüht, summt und brummt es zurzeit auf der neuen Bienenweide bei der Von-Velen-Anlage“, berichtet Stukenborg. Nach seinen Worten besuchen mehrere Tausend Bienen und andere Insekten wie Hummeln und Schmetterlinge zurzeit die zahlreichen Blüten von Kornblumen, Mohn und anderen Blütenpflanzen, um Nektar und Blütenpollen zu sammeln. Stukenborg: „Der Verein Papenbörger Hus freut sich, mit seiner neuen Errungenschaft dem Insektensterben entgegenzuwirken und die Besucher des Museums im Sinne eines naturnahen und sanften Tourismus für die Natur und deren Schutz zu sensibilisieren.“


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