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Verkaufsoffen am Sonntag Sängerin Kerstin Ott heizt Braderie-Publikum ein

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Papenburg. Die Sängerin Kerstin Ott hat mit ihrem Hit „Die immer lacht“ am Samstagabend dem Publikum der Braderie am Papenburger Obenende ordentlich eingeheizt. Die Vorsitzende des Förderkreises Obenende, Kerstin Millow, zeigte sich von der Resonanz auf die Partynacht überwältigt.

„Es herrschte eine Bombenstimmung“, sagte Millow am Sonntagnachmittag im Gespräch mit unserer Redaktion. Viel Zeit zum Reden hatte sie nach eigenem Bekunden allerdings nicht, weil während des verkaufsoffenen Sonntages viel Kundschaft in ihr Modegeschäft strömte.

Wie Millow in ihrem ersten kurzen Statement weiter ausführte, sei der Besucherandrang zum „Open End am Obenend“ größer als im vergangenen Jahr gewesen. Sie schätzte die Zahl auf mehrere Tausend Besucher, Genaueres könne sie zunächst noch nicht sagen. Auf jeden Fall sei sie von der Resonanz überrascht gewesen.

Viele Feiernde seien wegen Kerstin Ott gekommen, zeigte sich Millow von der Anziehungskraft des „Top-Acts“ der Braderie 2018 überzeugt. Vor der Bühne der Sängerin sei es „brechend voll“ gewesen. Glücklicherweise habe auch das Wetter mitgespielt, so die Förderkreis-Vorsitzende.

Dabei hatte der Partyabend zunächst etwas schleppend begonnen – zumindest, was die Zahl der Besucher anging. Erst ab etwa 22.30 Uhr wurden die Schlangen an den Kassen der drei Eingänge länger und zunehmend mehr Besucher bevölkerten die Festmeile auf dem Michaelisplatz und am Splitting.

Begeisterte das Publikum der Braderie am Samstagabend: Die Sängerin Kerstin Ott mit ihrem Hit „Die immer lacht“. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper

Sie durften unter anderem einen fulminanten Auftritt von Kerstin Ott erleben. Ihren größten Hit „Die immer lacht“, der sich 2016 und 2017 insgesamt 62 Wochen in den deutschen Top 100-Singlecharts gehalten hatte, spielte die 36-Jährige, die aus Heide in Holstein stammt, gleich zweimal. Und zwar zunächst in einer Akustik-Version mit Gitarre und später mit voller Unterstützung von Bässen und Co. Ott zog es dabei immer wieder direkt an den Bühnenrand, dort schüttelte sie Hände von Fans oder posierte für ein Foto.

Mitgebracht hatte die 36-Jährige auch ihre Ehefrau Karolina Ott, die im Hintergrund für den Auf- und Abbau der Bühnentechnik und gemeinsam mit Discjockey DJ Dan aus Bockhorn im Landkreis Friesland den richtigen Ton gesorgt hatte. Nach gut 45 Minuten endete die umjubelte Show mit ein wenig Pyrotechnik.

Auf der zweiten Open-Air-Bühne sowie im großen Festzelt gab es Livemusik mit den Bands „Free Steps“ und „No Trix“ zu hören. Als „Walking-Acts“ verwandelten zwei riesige Schmetterlinge den Samstagabend der Braderie kurzzeitig in eine Traumwelt.

Am Sonntag geht das Markttreiben seit 11 Uhr mit einem Trödel- und Krammarkt sowie einem Unterhaltungsprogramm und Mitmachaktionen weiter. Die Obenender Geschäfte luden bis 18 Uhr zu einem verkaufsoffenen Nachmittag ein.

Bereits am frühen Samstagmorgen hatte die Stunde der Schnäppchenjäger geschlagen. Spielzeug, Bücher, DVDs, Computerspiele oder Bekleidung: Zahlreich hatten die Verkäufer ihre Angebote präsentiert. Für Piet Strohschnieder klingelte der Wecker zuhause bereits um 5 Uhr – und das trotz Ferien. Aber der achtjährige Papenburger wollte sich mithilfe seiner Eltern als Verkäufer ebenfalls rechtzeitig in Stellung bringen. 90 Minuten später war er mit seinem Stand startklar. Einem fünfjährigen Mädchen verkaufte der Achtjährige zwei Hörspiel-CDs.

Zeiten ändern sich

Zwei Memory-Spiele wechselten am Stand von Björn Hansen (21) den Besitzer. Die Geschäfte liefen nach Einschätzung des Papenburgers aber eher mäßig. Ähnlich äußerte sich Manuela Siepert, die zusammen mit ihrer Tochter Ronja (13) einen Stand aufgebaut hatte. Sie sind seit Jahren auf dem Flohmarkt am Obenende dabei. „Die Zeiten ändern sich“, sagte Siepert. Sie glaubt, dass viele Menschen am Ende lieber über das Internet als auf dem Flohmarkt nach Angeboten stöbern und kaufen.

Mit einem Korb voller Brezeln schlenderte Pfarrer Heiner Lohe über den Flohmarkt. Der Geistliche bot das Laugengebäck zum Stückpreis von einem Euro feil. Das Geld fließt in die Finanzierung der Dachsanierung der St.-Michael-Kirche, für die die Kirchengemeinde einen Eigenanteil in Höhe von rund 200.000 Euro aufbringen muss. Für denselben Zweck bestimmt ist der Erlös aus einem Frühstück im Don-Bosco-Heim. „Steter Tropfen höhlt den Stein“, sagte Lohe im Hinblick auf zahlreiche Aktionen zur Finanzierung.

(Weiterlesen: „Die immer lacht“ auf Braderie am Papenburger Obenende – das Programm)


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