Trockenheit verstärkt Effekt Blattläuse lassen Straßen in Papenburg verkleben

Von Daniel Gonzalez-Tepper


Papenburg. Eine klebrige Masse macht sich derzeit an vielen Stellen im Stadtgebiet von Papenburg auf Gehwegen, Fahrbahnen und auf Fahrzeugkarossen breit. Grund dafür sind Blattläuse.

Bereiche, in denen viele Bäume stehen, sind deshalb „naturgemäß stärker betroffen“, wie Heiko Abbas, Sprecher der Stadt Papenburg, auf Anfrage mitteilte. Die Blattläuse ernähren sich von Pflanzensaft der Bäume. „Es handelt sich dabei um Zucker, welcher übrig bleib, wenn die Läuse die Nährstoffe der Bäume aufgenommen, verarbeitet haben und schließlich ausscheiden“, erklärt Abbas. Das Sekret, welches die Läuse dann ausscheiden und auch „Honigtau“ genannt wird, sorgt für die klebrige Schicht auf Fahrbahnen oder Autos, wenn sie in der Nähe oder unter den Bäumen abgestellt werden. Bei einigen Baumarten kommt Harz hinzu, das von den Bäumen abgesondert wird und sich ebenfalls zu einer klebrigen Masse entwickeln kann.

Trockenheit verstärkt den Effekt

Die warmen Temperaturen verstärken den Effekt. Denn im Normallfall genügt ein Regenschauer, um das klebrige Sekret von der Straße oder von Autos wegzuwaschen. In diesem Jahr ist das anders, das Sekret verbleibt auf der Fahrbahn oder verbindet sich mit Staub oder heruntergefallenen Blättern, von denen es (auch wegen der Trockenheit) mehr gibt zu diesem Zeitpunkt des Sommers als üblich. „Weil es seit Wochen nicht regnet, kann man dieses Phänomen nun beobachten“, weiß Abbas. Beschwerden von Bürgern oder Touristen seien allerdings bisher nicht an die Stadt herangetragen worden.

Honigtau kann für Autolack gefährlich sein

Als besonders anfällig für Blattläuse gelten Ahorn- und Lindenbäume, daher sind Bereiche unter diesen Baumarten oft am intensivsten betroffen. Für den Fahrzeuglack von Autos ist der Honigtau, der wasserlöslich ist, nicht direkt gefährlich, er greift den Lack nicht an. In Verbindung mit Staub, Blättern oder Sand wiederum kann der Honigtau so hart werden, dass es doch gefährlich werden kann für den Lack. Daher empfiehlt der ADAC, das Sekret mit einem Hochdruckreiniger vom Fahrzeug zu spülen oder eine Waschanlage aufzusuchen und dabei gleich ein Programm mit Wachsversiegelung zu wählen. Der Wachs kann eine zeitlang vorbeugend wirken gegen Blattlaus-Sekrete.


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