PCV wird 25 Jahre Papenburger Narren feiern Jubiläum am 11. August

Von Mirco Moormann


Papenburg. Das erste große Jubiläum nach 25 Jahren feiert der Papenburger Carnevals Verein (PCV) am 11. August mit einem Kommers und anschließender 90er-Jahre-Party im Saal Schulte-Lind.

An den Gründungstag am 11. August 1993 erinnert sich Ehrenpräsident und Gründungsmitglied Lukas Kampeling noch sehr gut. Gut 60 Personen waren zur Versammlung in die Gaststätte Brake an der Moorstraße (heute Vereinsheim des TV Papenburg) gekommen. Nach dem Abend hätten 24 Personen ihre Bereitschaft erklärt, im Verein mitzuwirken – der PCV war gegründet. Das war laut Kampeling „ein Tag, der das kulturelle Leben in Papenburg maßgeblich verändert hat“.

Ursprünglich Konzert geplant

Eigentlich habe er keinen Karnevalsverein gründen wollen, sagt Kampeling im Gespräch mit unserer Redaktion. Er wollte zu Weihnachten 1992 ein Adventskonzert für ein Projekt veranstalten. Beim Projekt von Ursula Mersmann und Volker Eissing ging es darum, verletzte Kinder aus Kriegsgebieten im Papenburger Marien-Hospital versorgen. Doch sei die Stadthalle bereits bis Februar 1993 ausgebucht gewesen. So kam Kampeling, der bereits seit 1983 im Karnevalsverein Rhauderfehn aktiv war, auf die Idee, ein Karnevalsfest mit Umzug und Sitzung zu organisieren.

In Kooperation mit den Karnevalsvereinen aus dem nördlichen Emsland und der Hilfe zahlreicher Firmen und Ehrenamtliche aus der Region wurde die Veranstaltung durchgeführt – und war ein großer Erfolg. Letztlich kamen mehr als 21.000 Euro für das Hilfsprojekt, aus dem im September 1993 der Verein „Hilfe für Kinder in Not“ hervorging, zusammen. Der Umzug für Kinder verlief durch die Stadt und endete mit einem Besuch beim damaligen Bürgermeister Heinrich Hövelmann. Abends fand eine Sitzung für Erwachsene statt. Beflügelt vom Erfolg wurde im August des Jahres dann der Verein ins Leben gerufen.

Nach fünf Jahren 1500 Mitglieder

Seither wuchs der Verein stetig an. Schon nach fünf Jahren zählte er 1500 Mitglieder. Neben den alljährlichen Sitzungen und Umzügen stand Ende der 90er-Jahre mit dem Bau des Vereinsheims der bislang größte finanzielle Kraftakt an. Das 1,5 Millionen D-Mark teure Gebäude am Burenweg wurde 1999 eingeweiht. Gemeinsam habe man all dies geschafft, meint Kampeling, der aber auch über dunklere Kapitel der vergangenen 25 Jahre zu berichten weiß. Die positiven Ereignisse überwiegen aber, wie der 70-Jährige sagt.

Amtszeit beginnt „stürmisch“

Auch seine Amtszeit habe vor drei Jahren im wahrsten Sinne des Wortes stürmisch begonnen, wie Präsident Wolfgang Heyen meint. Der Rathaussturm hätte wetterbedingt fast abgesagt werden müssen.

Derzeit konzentriere man sich aber auf die Festlichkeiten am 11. August. Um 19 Uhr beginnt ein Kommers mit geladenen Gästen, ab 21.30 Uhr startet dann die öffentliche Party. Karten gibt es im Vorverkauf bei Schulte-Lind oder in der Buchhandlung Knudsen. Sie kosten 5 Euro, an der Abendkasse werden 7 Euro verlangt.


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