Bauhof-Mitarbeiter bewässern täglich Papenburgs Pflanzen brauchen viel Wasser

Von Christoph Assies


Papenburg. Wegen der sommerlichen Temperaturen und der anhaltenden Trockenheit sind derzeit täglich zwei Mitarbeiter des Papenburger Bauhofes im Einsatz, um die Grünanlagen im Stadtgebiet zu bewässern.

Bis zu zwölf Kubikmeter Wasser täglich sind momentan nach Angaben von Alfred Gibbesch nötig, um die Beet- und Kübelpflanzen im Stadtgebiet vor dem Austrocknen zu bewahren. „Normal sind eigentlich so sechs bis sieben“, sagt der 69-Jährige, während er ein Blumenbeet an der Kreuzung Hauptkanal/Wiek gießt. Der Rentner war früher auf dem Bauhof tätig und hilft nun seit drei Jahren jeweils im Sommer bei der städtischen Truppe aus. Er lenkt in diesen Tagen einen kleinen Traktor, der einen Tankwagen zieht. Er hat ein Fassungsvermögen von 3000 Litern.

Das Wasser wird nach Angaben von Stadtsprecher Heiko Abbas aus dem Volksparksee entnommen. Damit werden Blumen, junge Bäume und Neuanpflanzungen gewässert. Am Hauptkanal hingegen wird das Wasser Abbas zufolge per Standleitung aus dem normalen Leitungsnetz genommen.

„Wir nehmen das Wasser nicht aus den Kanälen, weil wir am Tankwagen mit einer Ansauganlage arbeiten. Dreck im Kanalwasser würde die Düsen verstopfen“, erklärt Gibbesch.

Blumen brauchen mehr Wasser als sonst

An einer anderen Stelle am Untenende – vor der Alten Drostei – ist an diesem Morgen Katharina Hahn mit dem Gießen der Blumen am Kanalufer beschäftigt. „Wir merken die Trockenheit schon sehr, die Blumen brauchen viel mehr Wasser, als sonst“, sagt Hahn. Wenn sie nicht gerade mit der Bewässerung der vielen Grünanlagen, vor allem entlang des Hauptkanals, beschäftigt ist, kümmert sich Hahn mit ihren Kollegen um die Beetpflege. „Dann jäten wir Unkraut und sorgen dafür, dass die Blumenbeete schön aussehen“, sagt sie.

Viele Möglichkeiten für andere Tätigkeiten haben Gibbesch und Hahn aber in diesem Jahr nicht. „Aufgrund der Trockenheit sind die beiden Mitarbeiter den ganzen Tag ausschließlich mit dem Gießen beschäftigt. In den Vorjahren waren daneben auch andere Tätigkeiten möglich“, sagt Heiko Abbas.

Keine Vergleichszahlen beim Wasserverbrauch

Vergleiche beim Wasserverbrauch zu den Vorjahren kann die Stadt nicht ziehen, weil über den Verbrauch für das Gießen Abbas zufolge keine Aufzeichnungen gemacht würden.

Hahn und Gibbesch jedenfalls fällt die Trockenheit schon besonders auf. „Am Ovalkreisel sei es beispielsweise in den Blumenbeeten so trocken, „da haben die Blumen, die dicht an der Betoneinfassung stehen, keine Chance“, so Gibbesch. Der sauge das Wasser bei der Hitze ein und die Blumen würden austrocknen, so Gibbesch. Er ist weiterhin mit seinem Traktor und dem Tankwagen in der Stadt unterwegs, damit die Blütenpracht in Papenburg trotz der Hitze nicht austrocknet.


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