Drei Jahre Ausbildung 25 Heilerziehungspfleger in Papenburg verabschiedet

Nach einem Festgottesdienst in der St.-Josef-Kirche hielten die 25 Absolventen der Fachschule für Heilerziehungspflege ihre Abschlusszeugnisse in der Hand. Foto: Jürgen Eden/St. Lukas-HeimNach einem Festgottesdienst in der St.-Josef-Kirche hielten die 25 Absolventen der Fachschule für Heilerziehungspflege ihre Abschlusszeugnisse in der Hand. Foto: Jürgen Eden/St. Lukas-Heim

Papenburg. Das St.-Lukas-Heim in Papenburg hat 25 junge Heilerziehungspfleger verabschiedet. In der Fachschule St. Raphael nahmen sie nach dreijähriger Ausbildung ihre Zeugnisse entgegen. Mit einem Abschlussgottesdienst in der St.-Josef-Kirche feierten die Schüler, Angehörige, Lehrer, Mitarbeiter, Bewohner und Gemeindemitglieder den Übergang in den neuen Lebensabschnitt.

Ein Baum als Sinnbild für Wachstum und Reife stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Pastor Gerrit Weusthof erinnerte an die Anfänge vor drei Jahren in der Unterklasse. „Sie waren damals zarte Pflänzchen und sind aufgrund der vielen abwechslungsreichen Ausbildungsinhalte und der Arbeit mit den ihnen anvertrauten Menschen stark gewachsen“, sagte der katholische Geistliche in einer Mitteilung des St.-Lukas-Heims. „Es ist nun an euch, dass der Baum Früchte trägt.“

17 Absolventen bleiben St.-Lukas-Heim erhalten

Weusthof gab auch zu bedenken, dass die Herausforderungen oft nur im Team gemeistert werden könnten. „Eine Maispflanze allein auf dem Feld knickt um, daher ist die Gemeinschaft wichtig.“ Birgit Schmidt, Personalleiterin im St.-Lukas-Heim freute sich, dass 17 der insgesamt 25 Heilerziehungspfleger in den Teilbereichen der Einrichtung angestellt werden und dort künftig den gesellschaftlich Wandel mit mehr Teilhabe und Inklusion mitgestalten. Die übrigen Absolventen haben sich nach ihren Worten für ein Studium, Aufgaben in anderen Einrichtungen oder für Auslandsaufenthalte, beispielsweise in den USA entschieden.

„Sie gestalten künftig Lebenswelten mit“

„Die Ausbildung ist ein Stück Lebenszeit und daher hoffentlich für niemanden eine verlorene Zeit gewesen“, sagte Volker Weihrauch, Leiter der Fachschule St. Raphael. Begriffe wie Gemeinschaft, Leistungsbereitschaft, Verlässlichkeit, die Offenheit für das Beschreiten neuer Wege und die Homogenität mit dem gemeinsamen Ziel eines erfolgreichen Ausbildungsabschnittes hätten die Zeit bestimmt. „Sie gestalten künftig Lebenswelten mit“, betonte die pädagogische Leiterin Sandra Schmidt. Sie ging auf die besonderen Herausforderungen der Ausbildung ein, die aus einer Vielzahl theoretischer Inhalte sowie vielen differenzierten Praxisphasen in den Einrichtungen des St. Lukas-Heimes bestehe.

Beruf „erfüllend und eine Quelle des Glücks“

Sie zitierte Passagen aus dem Musiktheater „Tatsächlich Mittendrin“ mit dem Lied vom heiligen Lukas, dem Schutzpatron der Hilfsbedürftigen. „Der Beruf des Heilerziehungspflegers ist eine Berufung, aber vor allem erfüllend und eine Quelle des Glücks“, so Schmidt. Er biete viele Betätigungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Sie bedankte sich bei den Schülern für die ihren Einsatz und bei den Eltern, Angehörigen, Freunden sowie Kollegen für das Verständnis und die große Unterstützung in allen Phasen der Ausbildung.

Zeugnisse ausgehändigt

Folgende Absolventen erhielten ihre Zeugnisse: Katharina Boekhoff, Jasmin Fischer, Vera Haskamp, Laura Heringhoff, Katrin Heitker, Nico Hermes, Lea Hinrichs, Meike Hüntelmann, Lisa Hüve, Marina Janßen, Svenja Koppers, Carolin Korfhage, Anna Kruse, Helen Kuper, Yvonne Marks, Laura Menke, Alexander Nee, Anna Schwarte, Inga Skowronek, Melina Thorsen, Oliver Weber, Lars Wegmann, Melina Wessing, Jannes Winterbur und Dana Witt. Schüler der Unterklasse zeichneten sich für die Gestaltung des Festgottesdienstes verantwortlich. Im zwei Jahren werden sie es sein, die oben im Altarraum die Zeugnisse entgegennehmen.


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