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17.07.2018, 19:27 Uhr EIN KOMMENTAR

Trotz der Zecken im Emsland sollen Kinder draußen spielen

Kommentar von Katharina Preuth

Ein Warnschild mit der Aufschrift „Zecke“ hängt an einem Baum. Foto: Frank Rumpenhorst/dpaEin Warnschild mit der Aufschrift „Zecke“ hängt an einem Baum. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Papenburg/ Meppen. Es gibt in diesem Sommer mehr Zecken im Landkreis Emsland als in den Jahren zuvor. Das ist jedoch kein Grund, warum Eltern ihren Kinder verbieten sollten, draußen in der Natur zu spielen. Ein Kommentar.

Zecken gehören zum Sommer wie Mücken oder Bienen. Dass Eltern aber wegen eines Bisses bei ihren Kleinen gleich in Panik verfallen, ist übertrieben. Wer das Tierchen entdeckt, entfernt es mit einer Zeckenzange, -karte oder einer Pinzette. In aller Regel ist damit die Sache bereits überstanden und selbst der Besuch beim Hausarzt oder gar in der ohnehin überlasteten Notaufnahme des nächsten Krankenhauses erübrigt sich.

Durch Wiesen streifen

Und sollte der winzige Krabbler mal übersehen werden, ist es normalerweise auch nicht schlimm. Der menschliche Körper stößt das Tier nach einiger Zeit von alleine ab. Selbst, wenn es der Zecke gelungen sein sollte, den Borreliose-Erreger zu übertragen, hilft die Gabe von Antibiotika.

Nicht nachvollziehbar ist es, wenn übervorsichtige Eltern ihrem Nachwuchs verbieten, draußen zu spielen, durch Wiesen zu streifen und auf Bäume zu klettern. Nur wegen der Möglichkeit eines Insektenstiches oder -bisses sollen Kinder ihre Ferien nicht im Haus verbringen müssen und womöglich stattdessen vor dem Fernseher hängen.


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