Letzte bebaubare Areale vor Verkauf Keine freien Flächen mehr im Papenburger Hafen

Von Christoph Assies

Verwaist sind einige Kaianlagen im Papenburger Hafen. Dennoch hat die Stadt derzeit keine freien Flächen für Investoren in der Vermarktung. Foto: Christoph AssiesVerwaist sind einige Kaianlagen im Papenburger Hafen. Dennoch hat die Stadt derzeit keine freien Flächen für Investoren in der Vermarktung. Foto: Christoph Assies

Papenburg. Die Stadt Papenburg befindet sich aktuell in der Verkaufsabwicklung für die letzten bebaubaren Flächen im Hafen. Das erklärt Wirtschaftsförderin Sabrina Wendt auf Nachfrage unserer Redaktion.

Um wen es sich bei den Investoren handelt und wo konkret gebaut wird, sagte Wendt nicht. Im Zuge der Vorstellung der Hafenstatistik im Februar hatte die Wirtschaftsförderin gegenüber unserer Redaktion erklärt, sie sei speziell für den Nordhafen in guten Gesprächen mit Investoren für Erweiterungen und Neuansiedlungen. Fakt ist: Sofort verfügbare Flächen mit Wasseranschluss für Gewerbeansiedlungen stehen laut Wendt im Papenburger Hafen im Moment nicht zur Verfügung.

In konkreten Verkaufsabwicklungen

„In unregelmäßigen Abständen kommt es immer wieder zu unterschiedlichen Anfragen. Aktuell befinden wir uns mit Investoren in konkreten Verkaufsabwicklungen“, so Wendt. Es sei absehbar, dass in der Zukunft weitere Flächen benötigt würden, weil die Nachfrage da sei, so die Wirtschaftsförderin weiter. Auf den eigenen Publikationskanälen der Stadt würden vorhandene Fläche im Hafen angeboten und man informiere auf Messen, insbesondere durch die Vertretung der Stadt Papenburg im Seehafen-Verbund Seaports.

Der Einfluss der Stadt auf seit Jahren brachliegende Fläche, wie unter anderem die der ehemaligen Spedition Norda in direkter Nachbarschaft des Eisenbahndocks, ist laut Wendt begrenzt. „Solange die Stadt Papenburg nicht über das Eigentum der Flächen verfügt, kann die Verwaltung nur gemeinsam mit Eigentümern die Flächen entwickeln, beziehungsweise vermarkten“, sagt Wendt.

Projektweise abarbeiten

Flächen in Gewerbegebieten würden stetig vermarktet. „Die Potenzialentwicklungsstandorte, bei denen private Eigentümer ebenfalls eine Rolle spielen, werden projektweise abgearbeitet. Die Wirtschaftsförderung arbeitet hier aktuell am Masterplan Alte Werft.“ Der Masterplan umfasse viele privatwirtschaftliche wie auch öffentliche Aspekte, sagte Bürgermeister Jan Peter Bechtluft im EZ-Sommerinterview. Dem Stadtoberhaupt zufolge seien Planungen und Vorbereitungen zu einem Bauvorhaben des Papenburger Unternehmens Zahntechnik Nee inzwischen so weit fortgeschritten, dass das Gelände zwischen dem Yachthafen am Turmkanal und der Bahnspange den Auftakt machen werde.

Zum „Eisenbahndock“ kein neuer Planungsstand

Im vergangenen Sommer hatte sich der Bau- und Umweltausschuss zudem dafür ausgesprochen, das brachliegende Gebiet „Eisenbahndock“ städtebaulich zu entwickeln. Demnach sollten vorbereitende Untersuchungen für den alten Hafenteil hinter der Bahnlinie im Bereich der Bahnhofstraße in Angriff genommen werden. In diesem Zuge sollte auch die Bereitschaft zur Mitwirkung der Eigentümer, Mieter und Pächter in dem Gebiet ausgelotet werden. Stadtsprecher Heiko Abbas erklärte dazu jetzt auf Nachfrage, dass hierzu noch kein neuer Planungsstand bekannt gegeben werden könne.

Langfristig fokussiert sich die Stadt nach Angaben von Sabrina Wendt auf die Umsetzung des Hafenentwicklungskonzeptes 2025. „Weitergehende Überlegungen und Flächennutzungen müssen in den entsprechenden politischen Gremien beraten werden“, so Wendt abschließend.