„Hohes Niveau erreicht“ Papenburg: Werft-Berater lobt Kontrollsystem bei Werkverträgen

Über die Entwicklung der Meyer Werft informierte Joachim Zerrahn (stehend) die Mitglieder der Senioren-Union. Foto: Gerd HanekampÜber die Entwicklung der Meyer Werft informierte Joachim Zerrahn (stehend) die Mitglieder der Senioren-Union. Foto: Gerd Hanekamp

Papenburg. Auf einem hohen Niveau sieht Joachim Zerrahn, ehemaliges Mitglied in der Betriebsleitung der Papenburger Meyer Werft und aktuell im Beraterstab des Unternehmens, die Steuerung von Werkverträgen.

„Das Kontrollsystem ist auf einem sehr hohen Level, um kriminelle Machenschaften, die das Lohngefälle zwischen Deutschland und anderen Ländern wie etwa Rumänien leider nach sich ziehen, zu unterbinden“, so Zerrahn bei einer Veranstaltung der Papenburger Senioren-Union im Jugendgästehaus der Johannesburg an der Kirchstraße.

Nach Mitteilung der CDU-Senioren hob der Werft-Berater zudem Standortsicherungsvertrag zwischen dem Schiffbauer, den Gewerkschaften und dem Land Niedersachsen hervor. Nach jetzigem Stand sind laut Zerrahn Aufträge bis zum Jahr 2023 „in trockenen Tüchern.“

Aktuell 7000 Mitarbeiter beschäftigt

Zahlreiche Gäste waren der Einladung von Gerd Hanekamp, Vorsitzender der Senioren-Union, gefolgt, um sich vom Referenten über die Meyer Werft informieren zu lassen. Dieser ging bei seinen Ausführungen auch auf die Historie des Unternehmens ein, in der Zerrahn zufolge die Umwidmung auf Eisenschiffe im Jahr 1872 unter Joseph-Lambert Meyer, der Umzug auf das neue Werftgelände 1976, der erste Stapellauf eines Kreuzfahrtschiffes im Jahr 1985 und die Errichtung eines überdachten Baudocks ein Jahr später Meilensteine darstellten.

Aktuell beschäftigt das Unternehmen nach Angaben des Referenten mit seinen Standorten in Papenburg, Rostock-Warnemünde und im finnischen Turku etwa 7000 Mitarbeiter, davon 4250 in der Region.

Energieverbrauch reduzieren

In seinem Vortrag ging Zerrahn auch auf technische Innovationen ein. „Bei der Reduzierung von Energieverbrauch und Umweltbelastung unserer Kreuzfahrschiffe hat Meyer in den letzten Jahren viel investiert.“ So könne durch LNG (Flüssigerdgas) der Energieverbrauch eines Schiffes um 40 Prozent reduziert werden bei gleichzeitigem Rückgang von CO2, Ruß und anderen Schadstoffen. „Das zukunftsfähige Konzept der Brennstoffzelle wird die Energie- und Schadstoffwerte nochmals deutlich verbessern“, so Zerrahn.