Teil der LNG-Baureihe „Costa Smeralda“ bei Meyer Turku auf Kiel gelegt

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Papenburg/ Turku. Auf der Werft Meyer Turku, einem Tochterunternehmen der Papenburger Meyer Werft, ist am Mittwoch das Kreuzfahrtschiff „Costa Smeralda“ für die italienische Reederei Costa Crociere symbolisch auf Kiel gelegt werden.

Der Ozeanriese ist Teil eines Großauftrages des Costa-Mutterkonzerns Carnival Corporation und wird mit dem umweltfreundlichen Flüssigerdgas (LNG) angetrieben.

Werftchef Jan Meyer legte gemeinsam mit Costa-Präsident Neil Palomba speziell geprägte Münzen unter einen Stahlblock, ehe der neue Portalkran der finnischen Werft das Schiffsteil ins Dock setzte. „Wir befinden uns mitten in unserem Investitionsprogramm mit unserem neuen Kran und mehreren anderen Investitionen sowie fast 700 neuen Schiffbauern im Vergleich zu 2014, als wir nach Turku kamen“, so Meyer in einer Pressemitteilung.

Er freue sich, dass Costa die Werft mit dem Bau und Design des Schiffes beauftragt habe, so der Papenburger. „Die einzigartige architektonische Gestaltung des Schiffes ist Ausdruck des Geistes von Costa. Jetzt setzen wir unsere Entwürfe und Pläne in die Tat um“, sagte Meyer.

Maschinenraumelement aus Rostock angeliefert

Bei der symbolischen Kiellegung lag bereits das rund 100 Meter lange Maschinenraumelement des Schiffes im Dock. Es war in der vergangenen Woche von der Neptun Werft aus Rostock-Warnemünde angeliefert worden. Das Schwesterunternehmen der Papenburger Schiffbauer fertigt die „schlüsselfertigen“ Bauteile“ für die Kreuzfahrtschiffe, die in Papenburg und Turku gebaut werden. Der Bau der Maschinenraummodule in Rostock sei Teil der Konzernstrategie, „bei der wir versuchen, Synergien zwischen den drei Werften zu nutzen“, so Meyer.

Die Kiellegungszeremonie ist ein Meilenstein beim Bau eines Schiffes. Danach wächst es Stück für Stück im Dock. „Wir freuen uns sehr, diesen symbolischen Moment für unser neues Schiff zu feiern“, sagte Michael Thamm, Geschäftsführer der Costa Gruppe und von Carnival Asia. Die „Costa Smeralda“ sei eine echte Innovation für den internationalen Markt und ein wichtiger Schritt, um neue Standards für die gesamte Branche zu setzen, so Thamm weiter.

„Costa Smeralda“ baugleich mit „AIDAnova“

Die „Costa Smeralda“ wird mit 337 Metern länge, 42 Metern Breite und Platz für 6518 Passagiere weitgehend baugleich mit der in Papenburg derzeit im Bau befindlichen „AIDAnova“ für die Rostocker Reederei AIDA Cruises. Im Inneren unterscheiden sich die Schiffe jedoch. Costa Crociere hat den Stardesigner Adam Tihany mit der Innengestaltung des neuen Schiffes beauftragt. Hier liegt der Schwerpunkt auf Italien, dem Herkunftsland der im Jahr 1854 in Genua gegründeten Reederei Costa Crociere.

„Colosseo“ über drei Decks

Am Bug des Schiffes entsteht beispielsweise die „Trastevere“, eine italienische Piazza mit Bars wie der „Il Bacaro“ im venezianischen Stil und der Gelateria „Amarillo“. Am höchsten Punkt des Schiffes, 65 Meter über dem Meer, soll es für Passagiere den Aussichtspunkt „Passeggiata Volare“ geben. Vergleichbar mit dem „Theatrium“, das auf der „AIDAnova“ eine Mischung aus Theater und Atrium wird, entsteht auf der „Costa Smeralda“ das „Colosseo“. Hier entstehen Bars, Lounges und eine Bühne im Zentrum auf dem untersten von drei Decks.

Erste Kreuzfahrt ab Hamburg

Die „Costa Smeralda“ wird im Oktober 2019 an die Reederei abgeliefert und startet ihre erste Kreuzfahrt ab Hamburg über Rotterdam, Lissabon, Barcelona und Marseille in Richtung Savona, wo der Ozeanriese getauft wird. Einsatzgebiet des Schiffes wird bis April 2020 das westliche Mittelmeer für einwöchige Kreuzfahrten.

Ein baugleiches Schwesterschiff wird von Meyer Turku im Frühjahr 2021 abgeliefert. Insgesamt entstehen neun mit LNG betriebene Kreuzfahrtschiffe für die Carnival-Marken AIDA, Costa, P&O und Carnival Cruise Line auf den Meyer Werften in Papenburg und Turku.


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