„Schlechter politischer Stil“ UWG kritisiert CDU für Vorpreschen zu Papenburger Rathausumbau

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Der im Jahr 1973 an das historische Rathaus in Papenburg angedockte Verwaltungstrakt soll abgerissen und durch einen frei stehenden modernen Neubau ersetzt werden. Foto: Gerd SchadeDer im Jahr 1973 an das historische Rathaus in Papenburg angedockte Verwaltungstrakt soll abgerissen und durch einen frei stehenden modernen Neubau ersetzt werden. Foto: Gerd Schade

pm/gs Papenburg. Mit deutlicher Kritik an der Papenburger CDU-Stadtratsfraktion hat die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) das Vorpreschen der Christdemokraten in einer Pressemitteilung zum angestrebten Rathausumbau reagiert.

„Es wird dort der Eindruck erweckt, als ob die vorgeschlagene Vorgehensweise eine Idee der CDU-Fraktion gewesen ist“, schreibt UWG-Fraktionsvorsitzender Ralf Uchtmann in einer Presseerklärung vom Wochenende. Tatsache ist nach seinen Worten jedoch, dass die sogenannte „gestreckte Baulösung“ das Ergebnis intensiver Diskussionen im Bau- und Umweltausschuss gewesen und daraufhin von der beauftragten Firma in ihr Gutachten mit aufgenommen worden sei. „Diese Lösung wurde dann mehrheitlich von allen Fraktionen in der letzten Verwaltungsausschuss- und der anschließenden Ratssitzung im nichtöffentlichen Teil beschlossen“, erklärt Uchtmann.

Warum die CDU-Fraktion jetzt so tue, „als ob das alles allein auf ihrem Mist gewachsen ist, ist uns ein Rätsel. Auf jeden Fall ist es nicht die feine Art und schlechter politischer Stil, das Ergebnis gemeinsamer Entscheidungen der Ratsfraktionen in der Öffentlichkeit als eigenes Konzept zu verkaufen“.

Traurig wäre aus Sicht der UWG, wenn die zukünftige Linie der CDU-Fraktion in der Ära nach Hermann Wessels als Fraktionsvorsitzender so aussähe. Wessels wird künftiger Erster Stadtrat und Kämmerer im Rathaus und deshalb seit Ratsmandat abgeben (wir berichteten).

Die CDU hatte vorige Woche unter Berufung auf das Gutachten in einer Pressemitteilung den Abriss des Anbautraktes und den Neubau eines modernen Verwaltungsgebäudes gefordert. Die „gestreckte Baulösung“ sieht nach Darstellung der Fraktion vor, das Vorhaben nicht zuletzt aus finanziellen Gründen über mehrere Jahre gestreckt in zwei Bauabschnitten umzusetzen. pm/gs


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