Berufungsverfahren in Osnabrück eröffnet Doppelter Busdiebstahl in Lathen: Mann erneut vor Gericht

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Vor dem Landgericht Osnabrück ist das Berufungsverfahren gegen den in Papenburg verurteilten Busdieb eröffnet worden. Symbolfoto: Norbert MeyerVor dem Landgericht Osnabrück ist das Berufungsverfahren gegen den in Papenburg verurteilten Busdieb eröffnet worden. Symbolfoto: Norbert Meyer

Osnabrück. Wegen des Diebstahls von zwei Bussen beim Reiseunternehmen Thünemann in Lathen und weiteren Fällen ist ein damals 19-Jähriger vor dem Amtsgericht Papenburg im vergangenen Jahr zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Nun wurde ein Berufungsverfahren vor dem Landgericht Osnabrück eröffnet.

Bereits seit August 2017 sitzt der Angeklagte in einer psychiatrischen Einrichtung. Am ersten Verhandlungstag des Berufungsverfahrens sagte ein Sachverständiger über den psychischen Gesundheitszustand des Heranwachsenden aus. Wie eine Sprecherin des Landgerichts mitteilte, bescheinigte dieser dem Angeklagten eine verminderte Steuerungsfähigkeit. Der Sachverständige sehe eine Unterbringung in einer Psychiatrie als erforderlich an, weil seiner Ansicht nach weitere Straftaten von dem heute 20-Jährigen zu erwarten seien.

Dieser hingegen gab an, dass er sich aus der Klinik heraus um eine ambulante Therapie gekümmert und außerdem mittlerweile eine Freundin habe. Beides seien für den Sachverständigen Gründe, durchaus eine Unterbringung auf Bewährung in Betracht zu ziehen.

Doppelter Busdiebstahl

Den Angeklagten wird unter anderem vorgeworfen, im März 2017 einen Bus im März 2017 einen Bus von dem Gelände des Reiseunternehmens gestohlen zu haben. Dazu verschaffte er sich Zutritt zu dem privaten Gelände, entwendete einen Schlüssel und fuhr mit dem dazu passenden Bus durch Lathen – ohne Fahrerlaubnis. Dabei soll er laut Anklageschrift beim Zurücksetzen den Bus auf einen Wall aufgesetzt und einen Lack- und Heckschaden von 2000 Euro verursacht haben. Um den festgefahren Bus zurück auf die Straße zu ziehen, soll der Angeklagte zu Fuß zum Reiseunternehmen zurückgekehrt sein und einen zweiten Bus gestohlen haben. Das Herausmanövrieren des ersten Fahrzeugs aus dem Wall scheiterte jedoch, und so kehrte er zum Betriebsgelände zurück und stellte den Bus in einer Halle ab.

Wenige Monate nach dieser Tat soll der Beschuldigte außerdem aus dem Büro einer Stiftung in Salzgitter den Schlüssel eines VW Touaregs gestohlen haben und dann mit dem Pkw durch Leer gefahren sein. Das Fahrzeug sei nicht haftpflichtversichert gewesen.

Urteil am 5. Juli erwartet

Die Verteidigung hat nach Angaben der Gerichtssprecherin beantragt, den Angeklagten nicht weiter in der Psychiatrie unterzubringen, und wenn, dann nur auf Bewährung. Die Staatsanwaltschaft hingegen forderte eine „Verwerfung des Berufungsverfahrens“. Nach dem Ende der Beweisaufnahme wird das Urteil am 5. Juli erwartet.


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