Bis zu 15.000 Euro bei Hauskauf Papenburg startet Förderprogramm „Jung kauft Alt“

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Mit bis zu 15.000 Euro fördert die Stadt den Kauf älterer Immobilien. Symbolfoto: Federico Gambarini/dpaMit bis zu 15.000 Euro fördert die Stadt den Kauf älterer Immobilien. Symbolfoto: Federico Gambarini/dpa

Papenburg. 31 Punkte haben auf der Tagesordnung für die letzte Sitzung des Papenburger Stadtrates vor der Sommerpause gestanden. Außer über die Planungen für den Moschee-Neubau am Mittelkanal sowie die Änderung der Schuleinzugsbezirke (wir berichteten) wurde eine Reihe weiterer Beschlüsse gefasst. Ein Überblick.

Immobilienkauf-Förderprogramm „Jung kauft Alt“: Das Unterstützerprogramm für Familien zum Kauf älterer Häuser im Stadtgebiet wurde bei zwei Neinstimmen (UWG-Fraktion) mit überwältigender Mehrheit beschlossen. Wie mehrfach berichtet, beträgt die maximale Fördersumme für Antragsteller 15.000 Euro. Bedingung ist unter anderem, dass die Käufer die Immobilie mindestens zehn Jahre selbst nutzen. Die Stadt hat für das Programm aktuell 150.000 Euro im Haushalt eingeplant. Stadtbaurat Jürgen Rautenberg zufolge haben sich auch aufgrund der Berichterstattung unserer Redaktion bereits erste Interessenten gemeldet. Entschieden werde nach dem „Windhundverfahren“ – also: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) teilte mit, dass Anträge bis zu drei Monate nach der notariellen Beurkundung eines Hauskaufs möglich seien. Norbert Kramer (UWG) erklärte die ablehnende Haltung seiner Fraktion damit, weil die Förderrichtlinie weder eine energetische Sanierung noch einen Komplettabriss berücksichtigte. Dem entgegnete Heiner Hanneken (CDU): „Das Programm heißt nicht ,Jung kauft Häuser zum Abreißen‘“. Zudem sei ein Teilabriss durchaus möglich.

Baugebiet zwischen Bethlehem und Splitting: Hierfür brachte der Rat die Planungen weiter auf den Weg. Rautenberg zufolge entstehen im ersten von mehreren vorgesehenen Bauabschnitten rund 50 Bauplätze. Die Erschließung sei für Frühjahr 2019 avisiert, gebaut werden könne ab Sommer nächsten Jahres. Auf Anregung von Thomas Witolla (SPD) soll bei der Verkehrsführung ein besonderes Augenmerk auf Fahrradfreundlichkeit gelegt werden.

Beteiligung der Stadt an der EWE-Netz GmbH: Einstimmig sprach sich der Rat für den Erwerb weiterer Anteile aus. Wie der Leiter des Fachbereichs Finanzen, Jürgen Schendzielorz, erläuterte, ließen sich für die Stadt in einem Zeitraum von zehn Jahren dadurch bis zu 400.000 Euro erlösen. Dafür müsse die Stadt rund zwei Millionen Euro bei der Kommunalen Netzbeteiligung Nordwest anlegen. Die Finanzierung soll komplett über Kredite erfolgen. Bedingung: Die Rendite der Anteile muss höher oder mindestens genauso hoch sein wie die anteilige Tilgung.

Fairer Handel: Einstimmig beschloss der Rat, „Fair-Trade-Town“ zu werden. Um einen Teil der Kriterien dafür zu erfüllen, werden zukünftig bei allen öffentlichen Sitzungen der Stadt sowie im Büro von Bechtluft fair gehandelter Kaffee, Zucker und fair gehandelte Kekse ausgeschenkt. Grünen-Ratsherr Knut Glöckner geht das nicht weit genug. „Das kann nicht alles sein“, sagte er und forderte einen Beschluss, der die Stadt noch stärker zu fairem Handel verpflichtet. Ähnlich äußerten sich Maureen Bamming (SPD) und Gerhard Schipmann (UBF).


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