Aktion gegen Depression als Stigma Tandem-Tross macht Halt in Papenburg

Von Insa Pölking

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Auf ihrem Weg von Hildesheim nach Emden haben die Teilnehmer der Mut-Tour (von links) Rebecca Lenhart, Jürgen Trösken, Bettie de Vries, Daniel Neumann, Peter Kraus und Rudolf Wein einen Zwischenstopp in Papenburg eingelegt. Foto: Insa PölkingAuf ihrem Weg von Hildesheim nach Emden haben die Teilnehmer der Mut-Tour (von links) Rebecca Lenhart, Jürgen Trösken, Bettie de Vries, Daniel Neumann, Peter Kraus und Rudolf Wein einen Zwischenstopp in Papenburg eingelegt. Foto: Insa Pölking

isp Papenburg. Sechs Tandemfahrer der insgesamt 60 Teilnehmer der diesjährigen „Mut-Tour“ haben auf ihrem Weg von Hildesheim nach Emden einen Stopp in Papenburg eingelegt. Ihr Ziel: der offenere Umgang mit Depressionen.

Vier Teams – bestehend aus Radfahrern, Wanderern und Kanuten – legen insgesamt 5250 Kilometer in sieben Wochen in ganz Deutschland zurück. „In erster Linie möchten wir Leute ermutigen, sich im Falle einer Erkrankung Hilfe zu suchen“, erklärte Tourenleiter Peter Kraus.

„Für mich persönlich möchte ich erreichen, dass ich eine Woche Fahrrad gefahren bin und mir damit etwas Gutes getan habe“, berichtete einer der Teilnehmer. Jeder ab 18 Jahren kann bei der Aktion mitmachen, ob von der Krankheit betroffen oder nicht. „Mir ist es wichtig, aufeinander zuzugehen“, erklärte einer der Radfahrer. „Es ist wichtig, die Berührungsängste zwischen Betroffenen und nicht Betroffenen abzubauen.“

Entstigmatisierung der Depression

Bereits seit 2012 setzen sich die Leiter und Teilnehmer der „Mut-Tour“ für die Entstigmatisierung der Erkrankung Depression ein. Bis 2017 haben 134 depressionserfahrene und –unerfahrene Menschen dafür mehr als 25.500 Kilometer zurückgelegt.

Von Papenburg ging es für die „Mut-Macher“ am Tag darauf weiter nach Emden. Sieben Tage ist die Gruppe vom Start in Hildesheim bis zum Ziel in Emden unterwegs. Durchschnittlich 65 Kilometer täglich legen sie während ihrer siebentägigen Tour zurück. In einer Gruppe kommen Teilnehmer aus unterschiedlichen Winkeln Deutschlands zusammen. „Wir kommen als Gruppe zum Beispiel aus Hannover, Heidelberg, Freiburg, Bochum und Neuburg zusammen“, erklärte ein Teilnehmer. „Es ist aus jeder Ecke etwas dabei.“

Ins Leben gerufen hat die „Mut-Tour“ der Bremer Sebastian Burger. Er stellt die Tandems. Viel Unterstützung gibt es zudem von Sponsoren, zu denen Krankenkassen, die „Aktion Mensch“ und die Kämpgen-Stiftung gehören.


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