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25.06.2018, 17:17 Uhr KOMMENTAR

Projekt Jugendwohnen im Emsland: Mit aller Kraft

Kommentar von Gerd Schade

Fachkräfte werden auch im emsländisch-ostfriesischen Raum händeringend gesucht. Symbolfoto: Jan Woitas/dpaFachkräfte werden auch im emsländisch-ostfriesischen Raum händeringend gesucht. Symbolfoto: Jan Woitas/dpa

Papenburg. Das Projekt Jugendwohnen kann eine Teillösung im Ringen um Fachkräfte für den emsländisch-ostfriesischen Raum sein. Ein Kommentar.

Schon jetzt können viele Arbeitsplätze im emsländisch-ostfriesischen Raum nicht nachbesetzt werden, von Lehrstellen ganz zu schweigen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, sind kreative und auch gemeinschaftliche Lösungen gefragt. Jugendwohnen kann eine sein.

Wenn bundesweit jedes Jahr 200.000 Jugendliche von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, warum nicht auch im Emsland? Einen Versuch ist es wert, zumal Strukturen und Netzwerke in einer wirtschaftlich starken Region wie der hiesigen vorhanden sind.

Zwar sollte der Runde Tisch in Papenburg als Impulsgeber ausdrücklich keine „Verkaufsveranstaltung“ für das Projekt mit der Johannesburg als Betreiberin sein. Und doch ließen die Einladenden durchblicken, dass im Fall einer Realisierung im Prinzip kein Weg an der Jugendhilfeeinrichtung vorbeigeht. Das ist verständlich: Die Arbeit der Johannesburg hat sich nicht nur bewährt, sondern die Einrichtung ist in Sachen Ausbildung in der Region auch bestens aufgestellt.

Der Stein ist ins Rollen gebracht. Im nächsten Schritt sind die Betriebe gefragt. Sie müssen ausloten, ob das Projekt für sie infrage kommt und sie bereit sind, darin zu investieren.

Die Herausforderung bleibt so oder so groß. Denn die meisten Menschen, die das Emsland nicht kennen, sind nur schwer für die lebens- und liebenswerte Region zu begeistern. Das dürfte erst recht für junge Leute gelten, ist aber kein Grund, nicht mit aller Kraft um sie zu werben.


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