Neubaugebiet zur Dieckhausschule Papenburger Rat besiegelt Änderung der Schulbezirke

Meine Nachrichten

Um das Thema Papenburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

2014 feierte die Dieckhausschule ihr 100-jähriges Bestehen. Foto: Louisa Meerjanssen2014 feierte die Dieckhausschule ihr 100-jähriges Bestehen. Foto: Louisa Meerjanssen

Papenburg Jetzt ist es amtlich: Nach dem Kita- und Schulausschuss hat sich auch der Papenburger Stadtrat mehrheitlich (20:11 Stimmen) für eine Änderung der Schulbezirke am Obenende ausgesprochen.

Damit steht fest, dass das Neubaugebiet zwischen Bethlehem/Splitting und Rheiderlandstraße mit zunächst knapp 60 Plätzen der Dieckhausschule zugerechnet wird, weil die räumlichen Kapazitäten der Michaelschule nicht ausreichen (wir berichteten). „Die Michaelschule ist überlastet“, sagte Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU). Vorteil der Regelung sei zudem, dass die Dieckhausschule und die Splittingschule gleichmäßig zweizügig wachsen könnten. Beide Schulen müssten überdies baulich „in großem Stil“ angepackt werden. Wie Bechtluft weiter ausführte, gehört das „auf Expansion“ angelegte Neubaugebiet an der Johann-Bunte-Straße zum Einzugsbezirk der Splittingschule.

Kritik von SPD und UWG

Die Änderung greift erstmals zum Schuljahr 2019/20. Festgelegt wurde zudem, dass die betroffenen Kinder ab Klasse 5 zur Michaeloberschule wechseln können.

Kritik gab es von SPD und UWG. „Obenender Kinder gehören an Obenender Schulen“, sagte Ludger Husmann (SPD). Er blieb wie im Schulausschuss bei seiner Forderung, die Splittingschule entsprechend den zu erwartenden Kapazitäten auszubauen. SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Raske sprach von „Flickschusterei“ und forderte die Verwaltung auf, „endlich ein vernünftiges Schulkonzept zu entwickeln“. Zudem regte er eine Erweiterung der Michaelgrundschule an. Norbert Kramer (UWG) kritisierte den veränderten Zuschnitt als nicht nachvollziehbare Insellösung. „Das hat was von West-Berlin“, meinte Kramer.

CDU-Fraktionschef Hermann Wessels hält ein Schulkonzept für „rausgeschmissenes Geld“. Wichtig sei, dass die Stadt flexibel bleibe. „Es gibt nur kurze Vorausschauzeiten. Wir wissen doch nicht, wie viele Kinder in Neubaugebieten geboren werden.“ Entscheidend sei, dass Papenburg weiter wächst und die Stadt Familien, die in ein Neubaugebiet ziehen, von Anfang an wissen, wo ihre Kinder zu Schule gehen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN