Anne Kampen verabschiedet Mit Papenburger Mühlenschule verschmolzen

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Mit einem Bild, einem kleinen Theaterstück und umgetexteten Liedern verabschiedeten Schüler der Mühlenschule ihre langjährige Lehrerin und Schulleiterin Anne Kampen. Foto: Susanne Risius-HartwigMit einem Bild, einem kleinen Theaterstück und umgetexteten Liedern verabschiedeten Schüler der Mühlenschule ihre langjährige Lehrerin und Schulleiterin Anne Kampen. Foto: Susanne Risius-Hartwig

Papenburg. Bereits 1976 hatte Anne Kampen die zweite Lehrprüfung an der Mühlenschule abgelegt. Am 1. August 1977 kam sie dann als Lehrerin nach Papenburg. Mit einer kleinen Feierstunde haben jetzt Schüler, Lehrer, Eltern und Vertreter von Stadt und Gemeinde die spätere Konrektorin und bisherige Schulleiterin in den Ruhestand verabschiedet.

Wie Schul-Dezernentin Karen Mull erinnert, erhielt Kampen 1979 die Verbeamtung auf Lebenszeit. 1998 trat die Lehrerin für Biologie, Mathe und Katholische Religion neben dem damaligen Schulleiter Bernd Tegeder die Konrektoren-Stelle an. Als gewissenhaft, zuverlässig und engagiert habe die Schulbehörde in Osnabrück sie schon damals geschätzt, so Mull und darum gehofft, sie nach dreijähriger kommissarischer Schulleitung zum Rektorenposten „überreden“ zu können. Im September 2009 nahm Kampen auch diese Herausforderung an und habe sich allerseits hohe Wertschätzung erarbeitet. Als unermüdliche Schafferin habe Kampen alles für die ihr anvertrauten Schüler gegeben.

Bürgermeister Jan Peter Bechtluft betonte, es gebe kaum einen anderen Lehrer in Papenburg, der so mit einer Schule verschmolzen sei: „43einhalb Jahre Schuldienst und alle an der Mühlenschule: Sie haben eine tolle Laufbahn hingelegt und wir werden Sie sehr vermissen.“ Mit ihrem Engagement und ihrer Weitsicht habe sich Kampen um viele Schüler in Papenburg verdient gemacht und sei eine Konstante auch für Lehrer und Eltern gewesen.

Gemeinsame Schulgottesdienste

Für die Gemeinde St. Josef erinnerte Pastor Weusthoff an gemeinsame Schulgottesdienste, die zu Herzen gingen und Fronleichnams-Prozessionen, die ein Highlight für die Kirche gewesen seien.

Ein Lob sprachen die Lehrerkolleginnen in einem Ständchen aus. Darin dankten sie für eine sehr schöne gemeinsame Zeit und betonten, Kampen habe viele junge Menschen auf einen guten Weg gebracht.

Die Schulleiterin zeigte sich gerührt von den Darbietungen und Geschenken. Bei den Schülern werde sie sich am Montag in allen Klassen noch verabschieden, versprach sie. Oft habe sie von ihren Schülern gehört, dass Mama oder Papa auch schon von ihr unterrichtet wurden. „Ich habe immer gesagt, wenn das erste Kind sagt, meine Oma hatte Dich schon als Lehrerin, dann gehe ich.“ Deshalb könne sie eigentlich noch bleiben, scherzte Kampen.

Drittälteste Schule

Sie habe besondere Startbedingungen gehabt, als sie mit 21 Jahren die Stelle angetreten habe. „Ich kannte schon meinen Mann“ und daher sei das nördliche Emsland anders als bei den anderen Junglehrern ihr Wunschort gewesen. „Die wenigsten kamen freiwillig hier her.“ In der Schulchronik habe sie erfahren, dass die Mühlenschule die drittälteste Schule Papenburgs sei. In 222 Jahren habe die Mühlenschule 14 Schulleiter gehabt, sie sei die zweite Frau auf diesem Posten. 1975 sei die Mühlenschule von einer Volksschule in eine Grundschule umgewandelt worden, inzwischen in eine verlässliche offene Ganztags-Schule.

Auf ihrem Weg sei sie von vielen Menschen gestützt worden, dankte sie unter anderem ihrer Familie, ihrem Vorgänger Bernd Tegeder und den Vertretern der Stadt Papenburg. „Auch wenn Schulleiter unersättlich sind.“ Ein Wunsch hätte sich allerdings noch nicht erfüllt, gab Kampen dem Bürgermeister mit auf den Weg, dass „der Schulausschuss auch mal die Schulen besucht“.


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