Was passiert mit der Erde? Unesco-Schau an der Michaelschule in Papenburg

Von Jennifer Kemker

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Papenburg/Sögel. Für knapp zwei Stunden hat Holger Krohn vom Verein Multivision die Schüler der Michaeloberschule aus Papenburg aus ihren Klassenzimmern geholt und über die Frage „Was passiert mit unserem Planeten in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren“ diskutiert. Anlass dafür gab die Unesco-Multivisionsschau „Reduse – Über unseren Umgang mit den Ressourcen der Erde“.

Die Bildungskampagne tourt drei Jahre lang durch rund 2.000 weiterführende Schulen in Deutschland und soll dabei rund 500.000 Schüler erreichen. Projektträger sind der Verein „Die Multivision“, die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und die Entwicklungsorganisation Oxfam. Neben der Michaelschule besuchte die Multivisionsschau „Reduse“ auch das Hümmling-Gymnasium in Sögel, wo nach Angaben des Vereins „Die Multivision“ rund 400 Schüler an der Veranstaltung teilgenommen haben.

Viele Ressourcen heute schon übernutzt

An der Michaelschule wurden die Klassen in drei Gruppen eingeteilt und folgten der fast zweistündigen Schau mit anschließender Diskussion. Dabei stellten sich sowohl die Jungen und Mädchen als auch die Lehrer die Frage, was man selbst verändern muss, damit alle Menschen auf der Erde ein gutes Leben führen können. Ausgangspunkt dieser Fragestellung sind laut Holger Krohn die zunehmenden Probleme, etwa die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll, das Recycling und das Upcycling. Viele Ressourcen seien heute schon übernutzt. Die Menschen müssten nachhaltiger leben, damit die Rohstoffe gerechter verteilt werden könnten.

Dokumentation über nicht nachwachsende Rohstoffe

Während einer halbstündigen Dokumentation wurden die Schüler über nicht nachwachsende Rohstoffe, wie Erze, Mineralien und seltene Erden aufgeklärt. Darüber hinaus wurden ihnen Ratschläge an die Hand gegeben, wie sie selbst beim Einkaufen von Lebensmitteln oder von Kleidung und Geräten zur Verbesserung der Situation beitragen können. Auch Gold gehöre zu den Rohstoffen. Laut Krohn reiche der Rohstoff bei dem heutigen Verbrauch nur noch rund 20 Jahre.

Vor allem die jüngeren Generationen nutzen laut Krohn die moderne Informationstechnik und tauschen das alte Mobiltelefon schnell durch ein neues wieder aus. „Wir leben heute in einer sogenannten Wegwerfgesellschaft und verbrauchen so durchschnittlich 44 Kilogramm der uns zur Verfügung stehenden Rohstoffe jeden Tag“, erklärte Krohn. Der Steinzeitmensch verbrauchte zu seiner Zeit hingegen nur drei Kilogramm der Ressourcen am Tag.

Rohstoffe auf der Erde sind begrenzt

Alles, was der Mensch benötigt, kommt von der Erde, betonte Krohn. „Aber die Erde ist mit ihren Rohstoffen begrenzt. Wir haben nur diese eine Erde.“ Rund 80 Prozent der Dinge, die gekauft würden, seien schon nach sechs Monaten nicht mehr in Benutzung.


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