Bauamt soll Lösungsansätze vorschlagen UWG Papenburg will mehr Grün und weniger „Steinwüsten“

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Gabionen sind der UWG Papenburg ein Dorn im Auge. Symbolfoto: Robert SchaeferGabionen sind der UWG Papenburg ein Dorn im Auge. Symbolfoto: Robert Schaefer

Papenburg. Die UWG-Fraktion im Rat der Stadt Papenburg wünscht sich mehr Grün im Stadtgebiet. Dazu hat sie einen Antrag für die Stadtratssitzung am Donnerstag, 21. Juni 2018, (17 Uhr, Rathaus) gestellt.

Leider verkämen immer mehr Vorgärten und Flächen zu „Steinwüsten“, erklärt Ratsherr Norbert Kramer in einer Pressemitteilung. „Entweder werden Kieselsteine aufgetragen oder gleich alles komplett gepflastert.“ Naturhecken werden durch Gabionen (Steinmauern) oder Stabmattenzäune mit Kunststoffsichtgeflecht verdrängt. Für Vegetation sei kein Platz mehr oder sie habe keine Chance, sich zu entwickeln. Dadurch werde auch der Tierwelt sämtlicher Lebensraum genommen. Auch der Anteil an Bäumen im inneren Stadtgebiet ist nach Auffassung der UWG in den letzten Jahrzehnten massiv reduziert worden.

„Rückgang nachweislich extrem“

Schon heute sei nachweislich ein extremer Rückgang von teilweise mehr als 50 Prozent an Insekten und Singvögeln zu verzeichnen und daran sei nicht allein die landwirtschaftliche Monokultur schuld, heißt es in der Mitteilung weiter. „Wir regen uns auf, dass der Regenwald abgeholzt wird und sind im Prinzip nichts besser. Gerade im Mietwohnungsbau ist dieser negative Trend, wohl wegen der Gewinnmaximierung, zu beobachten“, mutmaßt die UWG. Aber auch im privaten Bereich gebe es viele negative Beispiele.

Mittlerweile hätten viele Städte und Gemeinden den Handlungsbedarf erkannt. Sie erließen Verordnungen oder regelten dies auch über die Bauleitplanung. Die Papenburger Stadtverwaltung selbst solle als gutes Beispiel vorangehen. Eine Begrünung der Stadt bringe viele Vorteile mit sich. Dem Antrag der UWG zufolge soll das Bauamt die Möglichkeiten prüfen und Lösungsansätze vorschlagen.


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