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13.06.2018, 15:40 Uhr KOMMENTAR

Zur Moscheebau-Petition: Nicht totschweigen

Kommentar von Daniel Gonzalez-Tepper

Kommunikationswissenschaftler empfehlen, die Strategie von rechtspopulistischen Gruppen wie der AfD aufzudecken, indem sachliche von stereotypen und pauschalisierenden Argumenten, die nur der Stimmungsmache dienen, getrennt werden und darüber öffentlich diskutiert wird. Foto: Daniel Gonzalez-TepperKommunikationswissenschaftler empfehlen, die Strategie von rechtspopulistischen Gruppen wie der AfD aufzudecken, indem sachliche von stereotypen und pauschalisierenden Argumenten, die nur der Stimmungsmache dienen, getrennt werden und darüber öffentlich diskutiert wird. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper

Papenburg. Die Flut von E-Mails im Zusammenhang mit der Debatte um den Bau einer Moschee in Papenburg ist für die Beteiligten ohne Frage eine unangenehme Situation. Die Situation totzuschweigen, ist aber dabei auch keine Lösung. Ein Kommentar.

Der Kommunikationswissenschaftler Benjamin Krämer empfiehlt, den sachlichen Teil derartiger Petitionen oder Mails herausfiltern, auf die Vorwürfe eingehen und dadurch den Rest als stereotype und pauschalisierende Stimmungsmache kenntlich zu machen. Das gilt für die Petition und den Mails, die durch die Seite patriotpetition.de ausgelöst wurden, genauso wie bei anderen Aktionen, die von rechtspopulistischer Seite gestartet werden. Dieses vom Wissenschaftler vorgeschlagene Vorgehen ist mühselig, weil die Gegenseite nicht selten mit verkürzten oder aus dem Zusammenhang gerissenen Argumenten arbeitet oder gar auf persönliche Konfrontation schaltet.

Doch bei diesen Debatten aufzugeben, bedeutet, den Rechtspopulisten Raum zu geben, für ihre Ideologien neue Anhänger zu finden oder die Stimmung unter den bereits vorhandenen Anhängern weiter anzustacheln.


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