SPD-Kandidat im Wahlkreis Unterems Gerechtigkeit ist die Triebfeder für Markus Paschke

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<em>Markus Paschke,</em> SPD-Bundestagskandidat, WK 25 Unterems. Foto: Gerd SchadeMarkus Paschke, SPD-Bundestagskandidat, WK 25 Unterems. Foto: Gerd Schade

Ihlow. Mit Markus Paschke aus Ihlow schickt die SPD im Wahlkreis Unterems einen erfahrenen Gewerkschafter ins Rennen um das Direktmandat. Das, was ihn nach eigenem Bekunden seit jeher antreibt, ist „Gerechtigkeit“.

Das fing schon in der sechsten Klasse an. Damals war einem „richtig klasse“ Erdkundelehrer ein Berufsverbot ausgesprochen worden, weil er Mitglied in der DKP war. Die Schüler organisierten sich, darunter auch Markus Paschke. Sie wollten sich das nicht bieten lassen. „Seitdem bin ich immer aktiv gewesen, um was zu verändern.“ Der gebürtige Bremer und Sohn eines selbstständigen Binnenschiffers hat sich in die Anti-Atomkraft-Bewegung eingebracht, die Friedensbewegung unterstützt und gemeinsam mit den Jungsozialen antifaschistische Politik betrieben.

Nach der zehnten Klasse entschied er sich, das Gymnasium zu verlassen, und begann 1980 eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Damit fiel auch der Startschuss seiner Karriere als Gewerkschafter. Er trat der IG Metall bei und machte sich für die Arbeitnehmer stark. Seine politische Heimat lag damit nahe: die SPD. Und richtig, nach jahrelanger Zusammenarbeit mit Jungsozialen trat er 1987 in die SPD ein. „Das war eine bewusste Entscheidung“, so der Wahlostfriese.

„1989 konnte ich dann mein Hobby zum Beruf machten“, erinnert sich Paschke an eine einschneidende Veränderung. Er wurde Gewerkschaftssekretär beim Vorstand der IG Metall Frankfurt. Ab dem Jahr 2000 war er in dieser Funktion für die IG Metall in Emden tätig und ist seit 2008 DGB-Regionsvorsitzender für Ostfriesland und das nördliche Emsland. In dieser Funktion verrichte man vor allem Lobbyarbeit und stehe vielfach in Kontakt mit Abgeordneten, Verbänden und Bürgermeistern.

Unumwunden gibt Paschke zu, dass ein Bundestagsmandat eigentlich nicht Bestandteil seiner Lebensplanung war. Daher habe er bei der ersten Kandidatenkür der SPD, aus der Gwendolyn Stoye-Mingers hervorgegangen war, seinen Hut auch nicht in den Ring geworfen. „Das Programm der SPD passt zu mir, dann habe ich die Chance ergriffen.“

„Schatz, wo hast Du die Glaskugel“, heißt es von Paschke auf die Frage nach seinen Erfolgsaussichten. Aber immerhin: „Listenplatz 13 reichte vor vier Jahren.“ Und das Direktmandat? „Abgerechnet wird am 22. September.“


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