Planung im Zeitrahmen Seeschleuse: Papenburg wartet auf Förderbescheid

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Soll komplett saniert werden: Die Seeschleuse im Papenburger Hafen. Das Außenhaupt (Foto) soll zuerst erneuert werden. Foto: Christoph AssiesSoll komplett saniert werden: Die Seeschleuse im Papenburger Hafen. Das Außenhaupt (Foto) soll zuerst erneuert werden. Foto: Christoph Assies

Papenburg. Die Stadt Papenburg rechnet frühestens im Oktober 2018 mit dem Förderbescheid der N-Bank für den Baubeginn an der Seeschleuse. Die Planungsschritte liegen nach Angaben der Verwaltung im Zeitrahmen.

Wie der Leiter des städtischen Fachbereiches Finanzen, Jürgen Schendzielorz, den Mitgliedern des Ausschusses für Finanzen und Controlling in ihrer Sitzung am Montag erläuterte, liegen der Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen alle von ihr angeforderten Unterlagen vor. „Der Förderbescheid ist jedoch noch nicht ergangen“, sagte Schendzielorz. Nach seiner Einschätzung sei damit in der 43. beziehungsweise der 44. Kalenderwoche zu rechnen. Das wäre frühestens am 22. Oktober. Eigentlich habe der Förderbescheid bereits Anfang des Jahres kommen sollen. Die Prüfung der Entwurfsplanung durch den von der N-Bank beauftragten Prüfer sei abgeschlossen.

Gleichwohl sprach Schendzielorz von einem „ganz langwierigen Planungsprozess“. Demnach läuft derzeit noch die konkretere Ausführungsplanung. „Dazu wurde ein Prüfstatiker mit der Überprüfung der ersten statischen Unterlagen beauftragt und er werden weitere Fragestellungen zur Baugrunderkundung abgearbeitet“, so Schendzielorz.

Wie ein Neubau

Die Vollsanierung der Seeschleuse, die im Prinzip einem Neubau gleichkommt, beginnt mit dem Einbau eines neuen Außenhauptes. Es soll Mitte 2021 betriebsbereit sei. Die Bauzeit ist mit rund zwei Jahren veranschlagt, muss den Planungen zufolge also im kommenden Jahr beginnen.

Das Investitionsvolumen allein für das Außenhaupt umfasst 20 Millionen Euro. Davon übernimmt das Land acht Millionen Euro. Der Landkreis Emsland und die Stadt Papenburg tragen jeweils sechs Millionen Euro.

Wie mehrfach berichtet, soll die Komplettsanierung der anno 1902 erbauten sowie in den 60er- und 70er-Jahren zugunsten größerer Durchfahrtsbreiten soll in drei großen Schritten erfolgen: Außenhaupt, Binnenhaupt und Schleusenkammer.

Das Außenhaupt ist das Schleusentor, das sich zur Ems hin öffnet. Gebaut werden soll das neue Tor in Form eines Schiebtores so, dass das alte währenddessen weiter in Betrieb bleiben kann. Ziel ist es, dass die Schleuse möglichst ohne Einschränkung weitergenutzt werden kann.


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