Bundeskongress des Verbandes Kleinwüchsige besprechen aktuelle Themen in Papenburg

Zum Bundeskongress des Selbsthilfeverbandes Kleinwüchsiger Menschen haben sich fast 90 Mitglieder in Papenburg eingetroffen. Foto: Jennifer KemkerZum Bundeskongress des Selbsthilfeverbandes Kleinwüchsiger Menschen haben sich fast 90 Mitglieder in Papenburg eingetroffen. Foto: Jennifer Kemker

Papenburg. Fast 90 kleinwüchsige Menschen haben sich für den Bundeskongress zum 50-jährigen Bestehen des Bundesselbsthilfeverbandes Kleinwüchsiger Menschen (VKM) auf den Weg nach Papenburg gemacht. Sie verbringen bis Sonntag ein verlängertes Wochenende in der Fehnstadt.

Für die angereisten Männer, Frauen und Kinder stand während des viertägigen Programms unter anderem ein Seminar zum Bundesteilhabegesetz auf dem Programm. Dabei konnten die Teilnehmer auch eine unabhängige Teilhabeberatung in Anspruch nehmen. Referentin Annika Möller machte ihnen durch den Vortrag „Empowerment“ Mut, sich seinen eigenen Stärken bewusst zu werden und sich bei der Durchsetzung von Rechten nicht einschüchtern zu lassen.

Bankettabend im Forum Alte Werft

Während des viertägigen Programms stand auch ein Besuch der Meyer Werft auf dem Plan. Anschließend ließen sich die Gäste in der Fehnstadt einen Buchweizenpfannkuchen im Papenbörger Hus schmecken. Den großen Bankettabend im Forum Alte Werft begleitete Bürgermeister Jan Peter Bechtluft als Schirmherr. Jugendliche übten dafür eine kleine Show ein, die an dem Abend aufgeführt wurde.

„Themen die uns betreffen“

Ziel einer solchen Reise, die der Verband jedes Jahr unternimmt, ist nach Angaben der Pressesprecherin Sabine Popp die Weiterbildung der Mitglieder. „Es werden Themen behandelt, die uns speziell betreffen.“ Für Papenburg haben sich die Mitglieder des VKM entschieden, weil es Popp zufolge eine „wunderschöne und vor allem barrierefreie Stadt ist.“ Für den Verband sei dies ein Lockmittel.

In der Gesellschaft etablieren

Fast 30 Kleinwüchsige haben sich 1968 zusammengetan und einen Verein gegründet, um sich in der Gesellschaft zu etablieren, wie Vorsitzende Lydia Maus erklärte. Heute werden Menschen mit Behinderungen wie selbstverständlich integriert. Damals konnte man laut Maus mithilfe solcher Selbsthilfegruppen viel erreichen und politische Anerkennung bekommen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN