Mehr als 300 Jahre alt Schweizer besichtigen Bockwindmühle in Papenburg

Von Insa Pölking


isp Papenburg. Im Rahmen einer Studienreise hat eine Gruppe von neun Fahrzeugexperten aus der Schweiz die Bockwindmühle in Papenburg besichtigt. Bereits seit über 300 Jahren besteht das Windrad in der Wiek.

Allerdings wurde laut Mühlenwart Helmut Büter der Grundstein der Mühle in Papenburg erst 1965 gelegt. Ursprünglich gebaut wurde diese 1709 in Niederlangen. Dort stand die Mühle, bis sie 256 Jahre später in Niederlangen abgerissen und in Papenburg wieder aufgebaut wurde. „Ein paar alte Balken sind von 1709 auch noch erhalten“, erklärte Büter. „Der Großteil musste jedoch erneuert werden.“

Segeflügel drehen im Uhrzeigersinn

Die Bockwindmühle mahle Roggen, welches dann später zu Roggen- oder Vollkornbrot verarbeitet werden könne. „Um das Getreide liegen vier dünne Häutchen, die die Magensäure so nicht kaputt bekommen kann“, berichtete Büter. „Deshalb wurde der Roggen in so einer Mühle gemahlen.“ Eine Besonderheit sei, dass die Mühle nicht nur ihre Segelflügel, sondern zudem den kompletten Mühlenkörper im Wind bewegt. Zudem drehen sich die Segelflügel der Mühle im Uhrzeigersinn und nicht, wie üblich, entgegengesetzt des Uhrzeigersinns. Die Bockwindmühle sei Büter zufolge das einzige noch erhaltene Exemplar ihrer Art im gesamten Emsland.

Bezug zum Wind

Einige der Schweizer Gäste seien vor zwei Jahren schon einmal in Papenburg gewesen. „Da haben wir uns die Mühle schon einmal angesehen und sie auch drehen lassen“, berichtete Rene Degen. „Das ist uns in sehr guter Erinnerung geblieben, sodass wir uns das Ganze noch einmal anschauen wollten.“ Durch die gemeinschaftliche Leidenschaft zum Segeln, habe die Gruppe zudem einen speziellen Bezug zum Wind, was die Besichtigung für sie noch etwas interessanter mache.

Besichtigungen der Bockwindmühle sind auf Anfragen bei Helmut Büter unter 04961/4358 möglich.


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