Stadt investiert 750.000 Euro Drei neue Fahrzeuge für Papenburger Feuerwehren

Von Lambert Brand

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Papenburg. Das hat es in Papenburg und Umgebung noch nicht gegeben: Gleichzeitig konnten drei neue Einsatzfahrzeuge beschafft und übergeben werden. Die Untenender Wehr erhält eine neuwertige Drehleiter, die Kameraden aus Aschendorf und vom Obenende freuen sich über neue Einsatzleitwagen.

Stadtbrandmeister Josef Pieper zeigte sich sehr erfreut darüber, dass neben den zahlreichen Feuerwehrkameraden und Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung viele Ehrengäste der Einladung gefolgt seien und sagte: „Heute ist ein großer Tag für die Feuerwehr Papenburg. Mit den neuen Fahrzeugen sind wir für die kommenden Aufgaben bestens gerüstet“.

Schwerer Einsatz an Pfingsten

Wie ernst der Feuerwehralltag sein kann, machte Pieper an einem Brandeinsatz am Pfingstwochenende fest, bei der eine Person zu Tode gekommen sei. Bei diesem Einsatz habe auch neue Drehleiter bereits eingesetzt werden müssen. Der Stadtbrandmeister machte deutlich, dass die Arbeit der Feuerwehrleute auch belastend sein kann, besonders, wenn Personen zu Schaden kämen. Er und die Ortsbrandmeister Georg Kruth (Untenende), Udo Pooth (Obenende) und Mirco Krange (Aschendorf) seien sehr erfreut darüber, dass die drei Ortswehren eine starke Rückendeckung in Rat und Verwaltung hätten.

Kosten von 750.000 Euro

„Ich kann mich nicht erinnern, dass wir gleich drei Feuerwehrfahrzeuge auf einen Schlag übergeben konnten“, sagte der Papenburger Bürgermeister Jan Peter Bechtluft anlässlich der feierlichen Übergabe. Der Kostenaufwand für alle drei Fahrzeuge habe rund 750.000 Euro betragen. Bei der Finanzierung habe der Landkreis Emsland mit einer rund 20-prozentigen Förderung zur Seite gestanden. Die Anschaffung sei notwendig gewesen, um die Arbeit der Feuerwehr effektiv und erfolgreich zu machen.

Anforderungen verändert

Bechtluft wies darauf hin, dass sich das Anforderungsprofil an die Feuerwehren in den letzten Jahrzehnten erheblich verändert habe. Die Wehren seien heute „universelle Task-Force-Einheiten“, die unterschiedliche Gefahrensituationen schnell und effektiv bewältigen müssten. Hierfür sei modernstes technisches Equipment notwendig, auch wenn dies mit einem hohen Kostenaufwand verbunden sei. Bechtluft dankte den Feuerwehrleuten für ihren ehrenamtlichen Einsatz zu jeder Tages- und Nachtzeit. Er übergab dann die drei symbolischen Fahrzeugschlüssel an Stadtbrandmeister Josef Pieper, der sie dann an die drei Ortsbrandmeister Georg Kruth, Udo Pooth und Mirco Krange weitergab.

Kirchlicher Segen

Die beiden Geistlichen Pfarrer Gerrit Weusthoff und Pastor Ralf Maennl gaben den Fahrzeugen den kirchlichen Segen. Weusthoff betonte, dass Feuerwehrarbeit auch sehr belastend sein könne, das habe er bei dem Brandeinsatz mit Todesfolge selber erfahren. Pastor Männle sagte, dass Feuerwehrarbeit Gemeinschaftsarbeit im Team sei und nur so funktionieren könne. Als Vorsitzender des Feuerwehr- und Präventionsausschusses der Stadt bestätigte Ralf Nee, dass Rat und Verwaltung sehr schnell gehandelt hätten, als die Ersatzbeschaffungen notwendig geworden waren. Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff betonte, dass sich die Einsatzstruktur in den letzten Jahren stark verändert habe. Auch die Themen „Information, Kommunikation und Dokumentation“ hätten einen hohen Stellenwert eingenommen, so dass es unumgänglich sei, auch für diesen Bereich Spezialisten heranzubilden. Mit einer modernen Drehleiter umzugehen, erfordere großes technisches Wissen.

Landkreis unterstützt

Der Landkreis Emsland habe die Investitionen in der Stadt Papenburg gerne unterstützt, sagte Fachbereichsleiter Christoph Lühn. Der Landkreis fördere nicht nur die Beschaffung von Fahrzeugen und Feuerwehrhäusern, sondern habe in der letzten Zeit auch erheblich investiert in den Ausbau des Digitalfunks und der digitalen Alarmierung.

Seitens der Papenburger Werkfeuerwehren überbrachten deren Leiter Heiko Nolde (ATP-Teststrecke) und Erik Feimann (Meyer-Werft) Grußworte und wiesen auf die erfolgreiche Zusammenarbeit hin. Feimann machte anhand der Ausstattung der neuen Drehleiter deutlich, welchen Quantensprung es an der technischen Ausstattung und somit bei den Einsatzmöglichkeiten gegeben habe.

Fahrzeuge vorgestellt

Bei der Fahrzeugvorstellung wurde erklärt, dass neue Drehleiter vom Typ DLK 23-12 mit aus dem Hause Rosenbauer-Metz auf einem 290 PS-starken MAN-Fahrgestell als so genannte Erprobungsleiter erworben werden konnte. Sie ist ausgestattet mit einem Rettungskorb mit einer Tragkraft von 450 kg mit Wenderohr, Krankentragenhalterung und Notstromaggregat. Die beiden Sprinter-Einsatzleitwagen sind von der Harener Firma B.O.S. mit modernster Digitalfunktechnik und Kommunikationseinrichtungen ausgestattet worden und können acht Einsatzkräfte aufnehmen.


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