Alte Vikarie abgerissen Platz für Caritas-Neubau in Papenburg

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Papenburg. Der Abrissbagger hat ganze Arbeit geleistet. Von der alten Vikarie im Schatten der St.-Antonius-Kirche in Papenburg ist außer einem großen Haufen Schutt nicht mehr viel übrig. Der Abbruch des Gebäudes schafft Platz für den Neubau der Caritas-Beratungsstelle.

„Wir freuen uns, dass es endlich losgeht“, sagt Marcus Drees, Geschäftsführer des Caritasverbandes für den Landkreis Emsland . Ursprünglich hätte der mit Kosten in Höhe von 911000 Euro veranschlagte Neubau bereits seit Mitte des Jahres fertiggestellt sein sollen. Drees begründet die Verzögerungen mit einer intensiven Überarbeitung der Pläne, in die auch die Mitarbeiter miteinbezogen worden wären. „Das war ein toller gemeinsamer Prozess“, sagt der Caritas-Geschäftsführer.

Der Neubau an der Kirchstraße (B70) entsteht auf der frei werdenden Fläche zwischen dem Niels-Stensen-Haus und dem Kolpinghaus. Der Grundstein wird am 9. September gelegt, die Fertigstellung ist im Frühjahr 2014 vorgesehen. Finanziert wird die neue Beratungsstelle durch Eigenmittel der Caritas sowie durch Zuschüsse des Deutschen Hilfswerks der ARD-Fernsehlotterie (180000 Euro), des Landkreises Emsland und der Stadt Papenburg (je 100000 Euro).

Anlass für den Neubau sind nach Angaben der Caritas die steigende Nachfrage nach Beratungsdiensten sowie zusätzliche Angebote. 2012 nahmen Drees zufolge fast 1400 Menschen Beratungsleistungen der Caritas in Papenburg in Anspruch. Bei den Beratungszahlen insgesamt seien seit Jahren Zuwächse zu verzeichnen.

Bislang am Hauptkanal

Bislang ist die Beratungsstelle in einem sanierungsbedürftigen Gebäude am Hauptkanal untergebracht. Drees zufolge genügt es den heutigen Anforderungen an die Beratungsstelle aber nicht mehr. Das beziehe sich beispielsweise auf Barrierefreiheit und Beratungsräume. Zudem wäre der Sanierungsaufwand sehr hoch. Was mit dem Altbau, der dem Caritasverband für die Diözese Osnabrück nach dem Umzug der Beratungsstelle passiert, steht noch nicht fest. „Die Weiternutzung ist noch nicht geklärt“, sagt Drees.

In dem Neubau werden folgende Caritas-Dienste untergebracht: Allgemeine Soziale Beratung, Kur- und Erholungsberatung, Schwangerschaftsberatung, Erziehungshilfen, Beratung von Frauen bei häuslicher Gewalt, Schuldnerberatung, Fachambulanz für Suchtprävention und Rehabilitation, Familienhebammen sowie Projekte für werdende Eltern und Familien („Frühstart“) und zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt (Netwin). Die Emsland-Caritas beschäftigt knapp 80 hauptamtliche Mitarbeiter, davon 20 in Papenburg.

Durch den zusätzlichen Einzug zweier Dienste des Bistums Osnabrück in das neue Gebäude sieht die Caritas zudem eine bessere Vernetzung mit der Kirche. Mit der Beratungsstelle werden das Dekanatsjugendbüro Emsland Nord und das Dekanatsbüro Emsland in den Neubau einziehen.

Die jetzt abgerissene frühere Vikarie wurde einst auch als Küster-Dienstwohnung genutzt. Zuletzt wurde das Gebäude als Kleiderkammer genutzt – insgesamt 15 Jahre. Die Kammer wurde bereits 2012 ins Soziale Kaufhaus des Sozialdienstes Katholischer Frauen und Männer verlegt.


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