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21.05.2018, 17:50 Uhr KOMMENTAR

Werte der Menschenrechte in Papenburg auf dem Prüfstand

Kommentar von Christian Belling

Der österreichische Künstler Erik Tannhäuser baute anlässlich des Amnesty-Treffens in Papenburg seine Lichtinstallation, den Menschenrechte-Turm auf. Foto: Carolin Nieder-EntgelmeierDer österreichische Künstler Erik Tannhäuser baute anlässlich des Amnesty-Treffens in Papenburg seine Lichtinstallation, den Menschenrechte-Turm auf. Foto: Carolin Nieder-Entgelmeier

Papenburg. Rund 500 Teilnehmer wohnten der deutschlandweiten Jahresversammlung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) in Papenburg bei. Ein Kommentar.

Papenburg als Treffpunkt der bundesweiten Jahresversammlung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International – ein Umstand, den der stellvertretende Bürgermeister Heiner Butke zurecht mit Stolz erfüllt.

Rund 500 Teilnehmer feierten den 70. Jahrestag der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und machten mit verschiedenen Aktionen auf diese aufmerksam. Dass der Amnesty-Generalsekretär die Papenburger für ihre Offenheit, Begeisterung und ihren Elan lobte, rundete die Veranstaltung ab.

Doch ob die Fehnstädter tatsächlich diese Werte leben, wird sich sehr konkret in nicht allzu ferner Zukunft zeigen, wenn der geplante Bau einer Moschee des türkisch-islamischen Kulturvereins am Mittelkanal in die Realität umgesetzt wird. „Mögen Toleranz und Respekt aller Bürger den Bau begleiten“, merkte Butke nicht ohne Grund an.

Denn schon die Vorstellung der Baupläne der neuen Moschee mitsamt symbolischen Minarett vor wenigen Tagen rief besonders in sozialen Netzwerken so manche düstere Kommentare hervor. In Papenburg stehen die Werte auf dem Prüfstand.


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