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16.05.2018, 19:03 Uhr KOMMENTAR

Flexible Einschulung: Stichtag 1. Mai gehört auf den Prüfstand

Kommentar von Daniel Gonzalez-Tepper

Für Kinder kann der längere Verbleib in der vertrauten und persönlicheren Kita-Umgebung Vorteile haben. Symbolfoto: Monika Skolimowska/dpaFür Kinder kann der längere Verbleib in der vertrauten und persönlicheren Kita-Umgebung Vorteile haben. Symbolfoto: Monika Skolimowska/dpa

Papenburg. Für die Kommunen als Träger der Kindergärten und Grundschulen bedeutet die Flexibilisierung der Einschulung weniger Planungssicherheit. Zumindest der Stichtag gehört auf den Prüfstand. Ein Kommentar.

Bereits der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz hatte die Städte und Gemeinden unter großen Druck gesetzt, der jetzt verschärft wird. Doch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehört heute zur Lebensqualität dazu. Und dazu gehört für viele Mütter und Väter eine immer frühere Betreuung ihres Nachwuchses. Und der längere Verbleib im Kindergarten hat dabei für berufstätige Eltern einen nicht zu verachtenden Vorteil: Dort wird die Betreuung in der Regel länger gewährleistet, als das in der Grundschule der Fall ist. Zwar nimmt auch dort der Ganztagsbetrieb zu, doch einen Rechtsanspruch darauf gibt es (noch) nicht. Aber auch für Kinder kann der längere Verbleib in der vertrauten und persönlicheren Kita-Umgebung Vorteile haben.

Der Gesetzgeber sollte allerdings den Stichtag 1. Mai für die Entscheidung überprüfen. Den Kommunen bleiben dadurch nur wenige Wochen, für zusätzliche Kapazitäten zu sorgen. Auch gegen den 1. April oder 1. März dürften Eltern kaum etwas einzuwenden haben.


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