Sponsoren gesucht Fünf Papenburger Vereine kämpfen für Kunstrasenplatz

Von Carolin Nieder-Entgelmeier

Hoffen auf Sponsoren (von links): Hermann Abheiden (TuS Aschendorf), Jens Schipmann (Eintracht Papenburg), Hermann Terhorst (SV Herbrum), Benno Gerbrand (Eintracht Papenburg), Thomas Abbes (SC Blau-Weiß 94 Papenburg), Johannes Richter (TuS Aschendorf) und Frank Brelage (SV Aschendorfermoor). Foto: Carolin Nieder-EntgelmeierHoffen auf Sponsoren (von links): Hermann Abheiden (TuS Aschendorf), Jens Schipmann (Eintracht Papenburg), Hermann Terhorst (SV Herbrum), Benno Gerbrand (Eintracht Papenburg), Thomas Abbes (SC Blau-Weiß 94 Papenburg), Johannes Richter (TuS Aschendorf) und Frank Brelage (SV Aschendorfermoor). Foto: Carolin Nieder-Entgelmeier

Papenburg. Rund 200.000 Euro fehlen den fünf Papenburger Fußballvereinen für den geplanten Bau eines Kunstrasenplatzes auf der Schulsportanlage an der Kleiststraße. Deshalb starten sie nun einen Sponsorenaufruf an die Wirtschaft in der Fehnstadt.

Noch gleicht der Platz einer Blumenwiese, doch in zwei Jahren sollen hier die Fußballmannschaften der Vereine Eintracht Papenburg, TuS Aschendorf, SV Herbrum, SV Aschendorfermoor und SC Blau-Weiß 94 Papenburg kicken. „Wir hoffen sehr auf die Unterstützung der Papenburger Unternehmen, denn nur mit Sponsoren können sich die Vereine an den Kosten für den Bau des Kunstrasenplatzes beteiligen“, erklärt Eintracht-Vorsitzender Benno Gerbrand. „Da alle Vereine bereits eigene Plätze unterhalten müssen, ist es uns nicht möglich, 200.000 Euro aufzubringen. Das wäre auch mit einer drastischen Erhöhung der Mitgliedsbeiträge nicht machbar.“

20 Prozent Eigenleistung

Doch nur, wenn die fünf Vereine 20 Prozent der Gesamtkosten für den Bau des Kunstrasenplatzes als Eigenleistung aufbringen, fördern der Kreissportbund und der Landkreis Emsland den Bau des neuen Platzes mit jeweils rund 100.000 Euro. „Die Stadt müsste dann nicht die Gesamtkosten tragen, sondern nur noch rund 60 Prozent“, erklärt Gerbrand. Insgesamt rechnen die Vereine mit Gesamtkosten zwischen 800.000 und einer Million Euro für den Bau des Kunstrasenplatzes samt Beleuchtung, Einzäunung, Wallaufschüttung und einem Weg von den Umkleidekabinen zum Platz. „Wenn der Sponsorenaufruf erfolgreich ist und die Vereine den Eigenanteil von rund 200.000 Euro aufbringen können, dann fördern der Kreis- und der Landessportbund und die Kosten für die Stadt schrumpfen auf etwa 600.000 Euro.“ Zur Finanzierung des Platzes kann die Stadt nach Angaben von Sport-Fachbereichsleiter Heiner Hanneken noch keine Aussagen machen, „da zunächst politische Beratungen erforderlich sind.“

Fest steht nur, dass die Stadt die laufenden Kosten für Erhaltung und Pflege des Platzes von rund 12.000 Euro pro Jahr übernehmen wird, darauf hatte sich der Sportausschuss bereits im Mai 2017 geeinigt. Die Standortfrage ist ebenfalls geklärt. Die Vereine und die Stadt hatten sich auf Initiative von Eintracht Papenburg im Mai 2016 auf den Platz an der Schulsportanlage an der Kleiststraße verständigt. „Dort entstehen im Zuge des Baus der neuen Sporthalle bereits Umkleidekabinen, die auch von Spielern genutzt werden können, die nebenan auf dem Kunstrasenplatz spielen“, erklärt Hermann Terhorst vom SV Herbrum.

Erste Spiele im Jahr 2020?

In zwei Jahren wollen die Vereine ihren Plan verwirklichen und die ersten Spiele auf dem Kunstrasenplatz anpfeifen lassen. Jeder der fünf Vereine wird Nutzungszeiten bekommen. Nach Angaben des Kreissportbundes kann ein Kunstrasenplatz zwischen 2000 und 2500 Stunden im Jahr genutzt werden, ein Naturrasenspielfeld lediglich zwischen 400 und 800 Stunden. „Es wird Zeit für einen Kunstrasenplatz in Papenburg, damit der künftige Spielbetrieb ohne Platzsperren und Wettbewerbsverzerrung laufen kann“, sagt Hermann Abheiden vom TuS Aschendorf. In der vergangenen Saison mussten laut Gerbrand aufgrund von Starkregen bereits im September erste Spiele abgesagt werden. „Die Spiele werden nachgeholt, was häufig zu englischen Wochen führt, in denen wir Probleme haben die beste Mannschaft auf den Platz zu bekommen.“

Ein Jahr vor Baubeginn müssen die Förderanträge gestellt werden, daher hoffen die Vereine auf einen erfolgreichen Sponsorenaufruf. „Wir haben bereits einen großen Sponsor gefunden. Wenn wir weitere finden, dann können wir dieses Jahr am 1. August die Förderanträge einreichen“, sagt Gerbrand. Interessierte Sponsoren können sich an die Vorsitzenden der fünf Vereine wenden.

(Weiterlesen: Neuer Kunstrasenplatz in Lathen wohl auf Raspo-Anlage)