Einblick in den „Schepers-Turm“ Sanierungspläne für Aschendorfer Ortskern kommen gut an

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Aschendorf. Die von der Stadt Papenburg geplante Aufwertung des Aschendorfer Ortskerns ruft großes Interesse hervor. Rund 80 Interessierte folgten der Einladung von Stadtbaurat Jürgen Rautenberg, sich während eines Spazierganges ein Bild von den vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen zu machen.

„Mit einer so großen Resonanz haben wir gar nicht gerechnet. Das freut uns natürlich sehr“, so Rautenberg, der gemeinsam mit Silvia Sandmann, Leiterin des Fachdienstes Planen/Umwelt, während des mehr als zweistündigen Ganges durch Aschendorf die Pläne vorstellte.

Verwaltungsgebäude steht seit Jahren leer

Besonders groß war das Interesse an dem Vorhaben von Henrik und Jens Sürken. Die Brüder aus Aschendorf kauften Anfang des Jahres den sogenannten „Schepers-Turm“ auf dem Marktplatz. Die Investoren gewährten während des Rundganges einen Einblick in das seit Jahren leer stehende Verwaltungsgebäude der ehemaligen Reederei Schepers. Für viele der Interessierten war es der erstmalige Besuch im Inneren des mehrstöckigen Hauses. Deutlich wurde dabei, dass eine umfassende Modernisierung erforderlich ist.

Baubeginn im Herbst geplant

„Im Erdgeschoss ist eine gewerbliche Nutzung vorgesehen. Wie die genau aussieht, kann aktuell noch nicht gesagt werden, da wir uns noch in Gesprächen befinden“, erklärte Henrik Sürken. In den drei Obergeschossen sollen je Stockwerk zwei Mietwohnungen mit einer Größe von rund 65 Quadratmetern entstehen. Die alte Fassade soll demontiert und erneuert werden. „Hinsichtlich der von uns geplanten Umnutzung sind wir im ständigen Austausch mit der Stadt“, so Sürken.

Wenn alles nach Plan laufe, soll nach Angaben der Investoren im Herbst dieses Jahres mit den Arbeiten begonnen werden. „Als heißes Thema stellt sich derzeit besonders der Brandschutz dar“, teilte Sürken mit. Ein Treppenhaus im Außenbereich soll dafür sorgen, dass die gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden.

Thormann-Hallen „sehr spezielle Immobilie“

Im Anschluss an die Besichtigung des „Schepers-Turms“ ging Rautenberg noch auf die Themen „Verkehrssituation“ und „Wegebeziehungen“ ein. Darüber hinaus wanderte die große Gruppe zu den früheren Hallen des Möbelhauses Thormann. „Hier muss es zum Abriss und Neubau kommen“, stellte der Stadtbaurat klar. Interessenten gebe es bereits. „Es handelt sich aber um eine sehr spezielle Immobilie, in der es immer wieder Zwischennutzungen gab.“ Der aktuelle Eigentümer habe nach seinen Worten bereits Angebote für einen Abriss eingeholt. „Wie die Nachnutzung aussieht, ist derzeit noch Gegenstand von Gesprächen. Der Prozess ist aber im Gange und wenn alles so kommt, wie wir uns das vorstellen, werden wir hoch erfreut sein“, so Rautenberg.

Projekte in Höhe von 9,4 Millionen Euro

Die vorgesehenen Maßnahmen sind Bestandteil eines Handlungskonzeptes im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ zur Aufwertung des Aschendorfer Ortskerns. „Das gesamte Konzept sieht Projekte in Höhe von 9,4 Millionen Euro vor“, teilte Rautenberg mit. An Fördermitteln stehen nach seinen Worten 5,2 Millionen Euro zur Verfügung. „Nicht alles wird gefördert und es werden Priorisierungen nötig sein.“ Diese seien mittlerweile größtenteils gesetzt. „Dennoch ist es ein weiter Weg von der Fördermittelzusage bis zum Start der Baumaßnahme.“

Was fehlt den Aschendorfern?

Rautenberg hob zudem die Wichtigkeit der Beteiligung der Öffentlichkeit hervor. „Uns ist wichtig zu erfahren, was den Aschendorfern fehlt.“ Um direkt vor Ort einen Ansprechpartner zu haben, soll es in Kürze einen Sanierungsbeauftragten geben. „„Mit dem Beauftragten können dann alle Fragen konkret erörtert werden. Er ist dann direkt für die Umsetzung der Maßnahmen vor Ort verantwortlich und dient natürlich auch als unmittelbarer Ansprechpartner.“


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